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BeitragVerfasst: 23.09.2011, 16:56 
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Jungspund
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Hallo.

Ich bin grade dabei ein paar alte verharzte Drehkos wieder gangbar zu machen.
Ich nehme dazu die Drehachse des Drehkos heraus und entferne die Verharzungen mit Nitro-Universalverdünnung.

Dazu muss Ich aber immer mindestens einen der Sicherungsringe an der Drehachse abnehmen. Dies gestalet sich äußerst schwierig.

Ich bräuchte eine Zange mit der man sie leichter entfernen kann. Weiß jemand wie solche Zangen heißen.

Gibt es veilleicht einen Trick-17 um diese kleinen Ringe zu entfernen/ wieder aufzusetzen ?

liebe Grüße

Meister Lampe


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BeitragVerfasst: 23.09.2011, 17:30 
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Obermaschinist
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MeisterLampe hat geschrieben:
Dazu muss Ich aber immer mindestens einen der Sicherungsringe an der Drehachse abnehmen. Dies gestalet sich äußerst schwierig.

Ich bräuchte eine Zange mit der man sie leichter entfernen kann. Weiß jemand wie solche Zangen heißen.

Hallo MeisterLampe,

Du meinst wahrscheinlich eine sogenannte Seegeringzange:

Bild

Ich selbst besitze leider keine. Ohne diese Zange ist es echt problematisch, diese Ringe ohne Verletzungsgefahr zu entfernen, sie sitzen in der Regel sehr fest.

Gruß, Norbert

_________________
Wenn es nach dem Löten kracht, hast du etwas falsch gemacht.
Nostalgie Funk - le groove de légende


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BeitragVerfasst: 23.09.2011, 17:59 
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Braun-Insider
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Beiträge: 4112
Zum reinigen kann ich sogenannten Bremsenreiniger aus der KFZ Branche empfehlen, diesen gibts in der Sprühdose für 2-3€. Das Zeug löst nicht nur den Harz sondern verfliegt auch ruckzuck wieder, man spühlt sozusagen den Schmutz aus dem Bauteil rückstandslos raus. Es ist daher auch nicht so agressiv wie Nitroverdünnung.

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 23.09.2011, 20:11 
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Braun-Freak
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Hallo Meister Lampe!

- Bremsenreiniger: Den würde ich Nitroverdünnung auch vorziehen, er scheint ähnlich Waschbenzin zu sein, jedenfalls erinnert mich der Geruch daran. Jedenfalls reinigt er Metall sehr effektiv und entfernt auch fettähnliche Anhaftungen.

- Sicherungsringe: Zur Anschaffung einer solchen Zange würde ich raten, ohne tut man sich beim Auf- oder Abziehen echt schwer! (OK, ich gebe zu, daß ich nen kleinen Werkzeugfimmel habe... :D )

Schöne Grüße

Thomas


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BeitragVerfasst: 03.10.2011, 20:54 
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Jungspund
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Beiträge: 15
So Ich habe mir vor einigen Tagen zwei sog "Greifringzangen" gekauft. Ich hatte im Knipex-Katalog geblättert und dabei festgestellt, dass es ja unterschiedliche Arten von Sicherheitsringen gibt. Die gebräuchlichen Sicherheitsringe im Maschinenbau haben zwei kleine Löcher an den Enden, in die spezielle Zange eingreifen.

Die kleinen Sicherheitsringe auf meinen Drehkos sind sog. "Greifringe". Sie haben statt der Löcher Haken an den Enden. Ich habe mir nun zwei Zangen bestellt ( für kleine QWellen bis 4mm und auch für größere bis 16mm) Die Zangen sind vor ein paar Tagen angekommen. War ziemlich teuer, aber die Rineg lassen Sich so einfach damit lösen, dass Ich es nicht für möglich gehalten hatte. Lohnt sich echt :)


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BeitragVerfasst: 26.01.2018, 17:17 
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Wohnort: 59368 Werne an der Lippe
Nun, ich bin Neu in diesem Forum und zufällig auf dieses Thema gestossen.

Da ich schon seit 40 Jahren das Problem mit verharzten Wellen in jeglicher Form kenne, gebe ich mal mein Bestes dazu:

Sollte es möglich sein den Drehko auszubauen ( Ohne viel Probleme) dan machen !

Ist das schwieriger, braucht man dünnes Alublech oder mehrfach gefaltete Folie.

Die Welle sollte auch von Kunststoffteilen befreit werden !

Dann einen Lötkolben (altes Dingens mit selbstgebauter Kupferspitze die vorne breit und Hakenförmig ist) um die Welle hängen.
Diese nach GEFÜHSMÄSSIGER Hitzeaufnahme mit einer passenden Zange versuchen zu bewegen und etwas Kriechöl verwenden.

Oder: (Das habe ich selbst bei sehr beengten Drehkos in Koffer und Autoradios gemacht) Einen Mikrobrenner auf die Welle halten, gleichzeitig
leichte drehbewegung ausüben und Wärmeableitblech nicht vergessen !

Das Funktioniert prima.

Bitte die Welle immer in Bewegung halten, etwas Kriechöl(mit Artzspritze) an die Wellenenden und schon geht das Ding wie Neu.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf


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BeitragVerfasst: 27.01.2018, 19:59 
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Beiträge: 140
Hallo,
ich möchte mich Ralf im Wesentlichen anschließen und vor einem Zerlegen der Drehkos oder einer Behandlung mit scharften Reinigern warnen. Sicher, ihr wollt es besonders gründlich und mit Langzeitwirkung machen. Nach meiner Erfahrung ist das nicht nötig.

Ich habe bisher vier Drehkos wieder flottgemacht; typisches Problem bei Transistorradios aus den 1960ern. Es waren die üblichen 2 x 500pF Dehkos von Hopt, zweimal im Telefunken bajazzo Sport, einmal im Schaub-Lorenz Weekend und einmal den vom einem Regie (? - da ging die weiße 2teilige Lagerführung aus Kunststoff fast von selbst raus, wenn ich mich richtig erinnere). Es reichen ein paar Tropfen Nähmaschinenöl von innen und außen auf das Lager, durch das die Achse rausgeht. Das etwa eine Stunde einwirken lassen und dann per Hand losdrehen, wenn das nicht geht, mit einer Backenzange. Mäßige Hitze ohne die Lagerbuchse zu schrumpfen ist ein guter Tipp, um das Harz weich zu machen. Wenn man die Achse, mag sie zuerst noch so festsitzen, nur 2-3 Mal um nur ca. 10°-15° nach links und rechts gedreht hat und der erste frische Ölfilm sich im Lager bildet, läuft sie fast schon wieder frei. Dann dreht man den Drehko ca. 10 mal von Anschlag zu Anschlag, ölt nochmal nach, quasi zum Spülen, und dann das Ganze nochmal. Nach einer Stunde nochmal ölen und mehrfach drehen (der Zahnkranz und das Gegenlager bekommen natürlich auch einen Tropfen). Gründliches Nachreinigen mit Küchenpapier hat mir gereicht. Wer's ganz genau nimmt, reinigt das Drehkogehäuse und die Achse mit Spiritus, aber nicht das Lager.

Das Nähmaschinenöl löst die Verharzung aus uralten Ölen, denn darin war das Harz ja ursprünglich mal gelöst. Evtl. ist es auch das kondensierte Bratfett der letzen 30 Jahre, was die Achse verklebt (Stichwort: Küchenradio). Normales Nähmaschinenöl ist seit mindestens 30 Jahren harz- und säurefrei und somit ein unbedenkliches und völlig ausreichendes Reinigungs- und Schmiermittel für diesen Zweck.

_________________
mfg berni


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BeitragVerfasst: 28.01.2018, 20:53 
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Wohnort: 59368 Werne an der Lippe
Hallo Bernie,

mit dem alten Küchenkleister hast Du sicherlich Recht.
Grade die Reinigung von alten Geräten überschreitet schonmal die Ekelgrenze :? .

Lamellen-Drehkos allerdings, sind das schlimmste was fetsitzen kann.
Es gab schon welche ,die sich selbst mit einer Grippzange im Schraubstock nicht lösen liessen !
(Nagut, hat sich gelöst, ist abgebrochen ) :wall:

Diese Kandidaten im eingebauten Zustand freizubekommen ist oft schwierig aber machbar.
Es sollte bei Wärmeeinwirkung jedoch erstmal mit Kriechöl getropft werden um das Harz zu lösen.
Wenn sich nach Erkalten die Welle wieder festbackt, war die Arbeit nicht gut.
Oft habe ich, für eine vorher unbewegliche Welle, 1 Stunde gebraucht bis Diese einwandfrei lief.
Dann etwas Bremsenreiniger zum Ölwechsel und zur Entfettung (auch der Kugellager des Drehkos)
drauf bis alles frei ist.
Darauhin ,wie Du richtig empfohlen hast, Weiß oder Nähmaschinenöl.
Das mache ich schon seit Jahren bei allen Geräten so, ob Welle fest oder nicht, der Schmotz kommt raus !

Und nun viel Spass beim Basteln
Ralf


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