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BeitragVerfasst: 26.06.2017, 15:00 
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Registriert: 11.12.2014, 14:59
Beiträge: 128
Hallo!

Als ich mein zweites TG1000 (ein schwarzes 1000/4) bekam,
störten mich die nur noch rudimentär vorhandenen Dreizack-
Kappen doch sehr. Zwar war ihre Funktion noch gegeben,
aber schön ist das nicht anzusehen.

In meinem ASC-/BRAUN-Teilekarton hatte ich noch neue,
einwandfreie Bandteller. Her damit, und weg mit den kariösen
Bandtellern. Der Austausch war schnell gemacht.

Und wenn das TG1000 schon einmal aufgestellt ist, kann es
sogleich für Unterhaltung sorgen. Spulen drauf und...

...und "zack" sprang bei einem Bandteller das Oberteil ein Stück
heraus und schlabbert herum. Kein federnder Zug, der die Spule
im Zaum hält. Mist!

Was war geschehen mit dem niegelnagel neuen Bandteller? Den
Teller wieder abgeschraubt und umgedreht. Zu sehen ist erst einmal
nichts. Das runde Pertinaxplättchen muß weg. Dann aber zeigt sich
das ganze Dilemma.

Der ultradünne Kragen des Messing-Stehbolzen, der die Feder vorspannt,
war einfach abgeschert. Das Dreizack-Oberteil ließ sich bis zu einem
Anschlag herausziehen.

Was nun? Sieht verdächtig nach Totalschaden aus. OK, man kann den
Teller aufbohren, und wie beim AS6000 eine(n) 6mm-Stehbolzen (-Schraube)
verkleben. Die Spule wird dann mit einer Mutter arretiert. Ist beim TG1000
nicht orginal, und stört mich. Eine andere Lösung muß her. Bis ich sie fand
und realisierte (heute) vergingen einige Monate.

Nun funktioniert die Spulenarretierung wieder so wie es vor dem Defekt war.
Weil ich vermutlich nicht der Einzige bin, dem dieses Mißgeschick widerfahren
ist, hier die Reparaturtipps:

Bei meinem Bandteller ließ sich das Oberteil mit dem eingegossen Messingrundstab
nicht aus dem Unterteil herausziehen (Anschlag). Sonst wäre die Reparatur ein-
facher gewesen.

Zuerst habe ich die Mitte des 3,5mm-Messingstabes angekörnt. Dann habe ich
das Oberteil so weit herausgezogen, daß ich den Messingstab mit einer
Miniatur-Gripzange festklemmen konnte. Diese Maßnahme diente dem besseren Halt
für die nächsten Schritte, dem Abfangen der dabei auftretenden Kräfte und der
Wärmeabfuhr.
So vorbereitet habe ich mit einem etwas stumpfen (scharfer Bohrer und sprödes
Messing ist keine gute Kombination) 0,8mm Bohrer (eingespannt in einem Dremel)
frei Hand(!) ein ca.1,5cm tiefes Sackloch gebohrt. Im zweiten Schritt dann auf
1,5mm aufgebohrt (Bohrer ebenfalls abgestumpft). Zum Schluß habe ich dann
mit einem 3-teiligen 2mm-Gewinderbohrerset ein ca. 1cm langes Gewinde in den
Messingstab geschnitten.
Meine UHER Report Teilekiste spendierte eine kurze 2mm-Schraube und die passende
Unterlegscheibe. Zuerst die Druckfeder auf den Messingstab geschoben, um dann
Schraube und U-Scheibe, die Feder dabei zusammendrückend, einzuschrauben.
Fertig! Die Bandteller-Arretierung hat wieder ihre volle Funktion. Einzig das Pertinax-
Abdeckscheibchen mußte ich ob des zu hohen Schraubenkopfes weglassen.

Dateianhang:
Bandteller_unten.jpg


Weil ich "mal eben so", ohne große Hoffnung auf Erfolg, improvisiert habe, können die
Abläufe "verfeinert" werden.
1) Dremel im Bohrständer, anstatt "frei Hand"
2) Bandteller in einem Bohrschraubstock ausrichten und fixieren
3) eine 2mm Schlitzschraube mit Senkkopf verwenden (dann paßt auch die Pertinaxscheibe drauf)
3a) es kann auch ein kleineres Gewinde (<2mm) sein. Die Außenwandung hat dann mehr "Fleisch".

Gruß
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 28.06.2017, 20:05 
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Neuling
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Registriert: 17.12.2016, 12:33
Beiträge: 8
Wohnort: Hamburg
Danke für den praxisnahen Tipp. Mein TG 1000 habe ich noch nicht getestet, das steht aber demnächst an und ich hoffe, ich brauche deine Idee nicht. Aber es ist gut dank deines und der vielen anderen Hinweise auf vieles vorbereitet zu sein.
Vielen Dank
Christoph


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