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BeitragVerfasst: 07.06.2014, 21:48 
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Jungspund
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Hallo!
Da ich einen dieser Tuner suche, wollte ich mal fragen, ob die UKW-Empfangsteile in den Tunern der Serien 250/251 jeweils denen entsprechen der 500er/501er, d.h. der "Mehrwert" der 50x kommt lediglich durch MW/LW bzw. KW zustande, oder sind die ggfls. tatsächlich auch bessere UKW-Empfänger?
Ich frage deshalb: Eigentlich höre ich eh nur UKW, und die aufgeräumte Optik eines 251er gefällt mir fast besser.
Wie kann ich eigentlich einen 251er mit 16 Trans. (1970-72 gem. radiomuseum.org) von einem mit 15 Trans. (1969/70) unterscheiden, was macht das überhaupt für einen Unterschied?
Danke, Daniel


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 Betreff des Beitrags: CE 251, CE 501
BeitragVerfasst: 08.06.2014, 07:35 
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Braun-Kenner
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Morgen guten, Daniel,
die Unterschiede liegen im UKW-Baustein, dort ist ein FET eingebaut (Feldeffekttransistor). Betrifft CE 251, CE 501X, audio 300 und audio 310.
Gruss Carlos


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BeitragVerfasst: 08.06.2014, 09:57 
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Braun-Spezi
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Hallo,

der eine Transistor mehr (16 zu 15) ist im Stereodecoder zu finden und soll das Umschaltverhalten auf Stereo verbessern. Ich weiß nicht, ab wann der verbesserte Stereodecoder eingebaut worden ist, aber ich glaube ab dem dem CE 250/1.

Der CE 251 bekam dann im UKW-Empfangsteil als Eingangstransistor am Antenneneingang einen FET, wie Carlos geschrieben hat.

Dann gab es noch Unterschiede bei den Felstärkeinstrumenten.

Gruß,

Raimund


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BeitragVerfasst: 08.06.2014, 12:14 
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Jungspund
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Hallo!
Danke der Antworten!
Achso, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Mir drängte sich die Frage auf, ob die UKW-Empfangsteile in den 25xx zu den jeweiligen/gleichzeitige/vergleichbaren 50xx irgendwie schlechter sind oder ob die 500er Serien eben bei UKW zu den 250ern gleich sind, aber eben noch MW und LW bzw. KW als alleinigen Zusatz bieten.
Aber die anderen Antworten haben mir auch schon sehr geholfen!
Hat nicht zufällig jemand 'ne schönen, funktionierenden 251er rumstehen?
Gruß, Daniel


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BeitragVerfasst: 08.06.2014, 22:32 
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Braun-Spezi
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Hallo Daaniel,

die UKW-Empfangsteile von CE 25x und CE 50x sind absolut identisch.

Die 50x haben eben nur jeweils 2 AM-Bereiche zusätzlich.

Gruß,

Raimund


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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 13:50 
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Hallo zusammen,

aus gegebenen Anlass grabe ich den Thread nochmal aus, denn ich habe mir als neue (und gleichzeitig platzsparende) Errungenschaft einen CE251 zugelegt, zunächst nicht wissend, dass es zwei unterschiedliche Versionen mit dieser Typenbezeichnung gibt. Mein Schaltplan vom CE251 stimmte - zumindest was den Stereodecoder angeht - nun gar nicht mit dem Gerät überein, das ich vor mir hatte.

Wie Raimund schon schrieb, liegt der Unterschied beim Stereodecoder, der neben der geänderten Ansteuerung des Stereolämpchens (und damit auch der automatischen Umschaltung von Mono auf Stereo) auch über eine völlig andere Aufbereitung des 19 KHz-Signals verfügt. Auch die manuelle Mono-Stereoumschaltung wurde geändert, womit die entsprechenden Steckkontakte (auch auf der ZF-Platine) entfielen. Dieser neue Decoder kam jedoch erst später, vermutlich ab 1971 zum Einsatz. Zuvor wurde der CE 251 noch mit dem Decoder ausgerüstet, der bereits im CE250 und im CE250/1 werkelte.

Sicher ist, dass der UKW-Baustein bereits ab dem ersten CE 251 mit einem FET (BF245B) in der Eingangsstufe ausgestattet war, wohingegen die UKW-Bausteine des CE 250 und 250/1, die beide baugleich sind, dort noch mit dem bipolaren AF106 bestückt waren.

Auch beim CE 250/1 bin ich auf eine Merkwürdigkeit gestoßen: Auf verschiedenen Abbildungen hatte ich gesehen, dass dieses Gerät schon mit dem großen Anzeigeinstrument ausgestattet war. Andererseits repariere ich gerade einen CE 250/1, in dem noch das kleine Instrument eingebaut ist, der aber bereits mit der neuen Schaltung (Gleichrichterbrücke) auf der ZF-Platine zur Ansteuerung dieses Instruments bestückt wurde. Es scheint also auch hier deutliche Veränderungen in der Produktion gegeben zu haben, ohne dass man die Typenbezeichnung geändert hätte (wie es z.B. erferulicherweise beim TS 45.../1 bis /4 der Fall war).

Wenn man heute ein solches Gerät mit einer bestimmten Typenbezeichnung (CE 250/1 oder CE 251) kauft, weiß man also nicht, welche Variante einem erwartet. Es sei denn, man erfragt beim Verkäufer im Voraus die Seriennummer und weiß, ab welcher Nummer welche Änderungen durchgeführt wurden. Kann man solche Informationen heute noch erhalten?

Schöne Grüße

Heinrich


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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 15:59 
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Interessantes Thema. Ich habe einen CE501 und einen CE251, beide mit dem aelteren Stereo-Decoder des CE250/CE500.
Ende 1969 wurde ein zusaetzliches Stereo-Tiefpassfilter mit 53kHhz Grenzfrequenz entwickelt. Es diente zur Verbesserung des Klirrfaktors und wurde zwischen dem ZF-Ausgang und dem Stereo-Decoder geschaltet. Befestigt wurde es mit zwei Schrauben auf dem AM-Tuner. Nach meinem Wissensstand wurde dieses Filter auf Wunsch nachtraeglich vom Kundendienst in die Modelle CE250/251 und CE500/501 eingebaut. Mein CE501 ist mit solch einem Filter ausgestattet. Vielleicht kann Rainer noch mehr darueber aussagen.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 18:06 
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Grüß dich, Wilhelm,

ich hab da weder Wissen noch Unterlagen.

Gruß nach Kanada

Rainer

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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 19:29 
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Hallo,

ich erlaube mir mal, die Dikussion CE 250/CE 500 (CEV 500) contra CE 251/CE 501 (CEV 501) hinsichtlich des Designs zu vervollständigen, was ja bei Braun immer ein wesentliches Kriterium ist. Ich stelle soweit die "Nuller" den "Einsern" gegenüber; die Regies behandle ich wegen der Ähnlichkeit hier mit.

Die schwarze Skalenblende schließt bei den 0ern die einfache Feldstärkeanzeige optisch mit ein. Diese dunkle Fläche liegt wie ein breites Band optisch über den Drucktasten. Man kann genau erkennen, wie der Designer sich die symmetrische optische Aufteilung der Gerätefront vorgestellt hat. Die optische (Auf-)Teilung der Front besteht aus zwei waagerechten Gestaltungsflächen.

Bei den 1ern ist das Felststärkeinstrument größer. Es ist schneeweiß und gehört optisch nicht mehr zur Skala. Der darunter liegende Tastenblock ist jetzt kein geschlossenes gegenübergestelltes Element zu dem oberen dunklen Band mehr. Bei den CE-1ern sehe ich eine senkrechtes Stilelement, bestehend aus dem grünen Netzschalter mit dem Feldstärkeinstrument, die sich beide nach links vom Rest absetzen.

Beim CEV 501 ist es ähnlich. Der erste weiße Druckschalter (phono) liegt nicht mehr unter dem dunklen Band. Über dem Druckschalter ist optisch irgendwie ein Loch. Der orange ukw-Druckschalter unterstreicht die optische Abtrennung zufällig noch. Auch hier verbindet sich der phono-Schalter unwillkürlich mit der darüber liegenden, fast gleichfarbigen, weißen Anzeige zu einer idellen optischen Teilfläche der Front, die - weil sie viel höher als breit ist - wie ein senkrechtes Element wirkt.

Dieses senkrechte optische Element hat da nach meinem Geschmack gar nichts zu suchen und verreißt die Grundidee des 0er-Designs völlig. Sicherlich ist die Feldstärkeanzeige der 0er etwas schlicht - um nicht zu sagen: popelig - geraten. Das sieht eher nach simpler Batteriestandsanzeige aus. Aber trotz der Skala hat die "verbesserte" Anzeige vom 1er keinen technischen Mehrwert; beides sind unkalibrierte reine Schätzeisen. Leider hat man bei der "Aufwertung" des Anzeigeinstrumentes das Gerätedesign mM völlig verhunzt.

Ich beschäftige mich lange mit diesen Geräten, und anfangs hat es mich nicht gestört. Aber vielleicht werde ich gerade wegen der langen Beschäfigung damit immer sensibler. Seit einiger Zeit sind die 1er für mich optisch nur noch Stilbruch. Trotz des besseren Empfangs fliegen alle 1er bei mir mittlefristig raus.

Nur meine Meinung - entschuldigt bitte den Zwischenruf.

edit: typos

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mfg berni


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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 22:43 
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Hallo Wilhelm,

vielen Dank für Deine interessante Info zum 53 KHz-Tiefpassfilter für den CE250/251 und CE500/501. Weißt Du zufällig, ob das ein LR- oder RC-Filter und jenes evtl. als π-Filter ausgelegt war? Es sollte auch möglichst steilflankig sein, denn bei 53 KHz ist auch gerade die höchste Frequenz des oberen Seitenbands des L-R-Signals erreicht, das man eigentlich nicht beschneiden sollte. Vermutlich wurde deshalb die tatsächliche Grenzfrequenz des Filters auch etwas oberhalb von 53 KHz ausgelegt.

Hallo bernie,

auch Deine Betrachtungen zum Design der Frontansicht des CE 250/CE 500 contra CE 251/CE 501 finde ich interessant, insbesondere auch deshalb, da Du sie durchaus nachvollziehbar begründet hattest. Dennoch teile ich Deine Auffassung nicht, auch wenn ich Deine Argumente gut verstehe. Mir gefallen die Geräte mit dem großen Anzeigeinstrument neben der schwarzen Skala wesentlich besser. Ich möchte das nun nicht weiter ausführlich begründen; es ist der Gesamteindruck, der mein Geschmacksempfinden so viel positiver anspricht, als es die Ausführung mit dem kleinen, in der schwarzen Skalenscheibe integrierten Instrument tut. Wie so vieles im Leben: Einfach Geschmacksache.

Viele Grüße

Heinrich


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BeitragVerfasst: 28.03.2018, 23:24 
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Hallo Heinrich,
da sich eventuell noch mehr fuer das 53kHz Filter interessieren, poste ich einfach einmal meine Unterlagen.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 29.03.2018, 01:49 
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Hallo Heinrich,
Ich habe gerade einmal das Schaltbild der neueren Decoder-Version des CE251/CE501 ausgegraben und festgestellt, dass das 53kHz Filter dort ein serienmaessiger Bestandteil ist. Das Zusatzteil wurde also nur fuer die aelteren Versionen benoetigt. Unter welcher Seriennummer der neuere Decoder eingefuehrt wurde, ist mir unbekannt.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 29.03.2018, 15:18 
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Hallo Wilhelm,

vielen Dank für die Unterlagen zum 53 KHz-Filter, die Du eingestellt hast. Das Filter ist ja recht aufwendig aufgebaut, was vermuten lässt, dass es eine merkliche Aufwertung der Wiedergabequalität bewirkt. Für eine nur geringfügige Verbesserung hätte man diesen Aufwand damals sicherlich nicht betrieben.

Schade nur, dass die Wickel- und Kerndaten der Spulen nicht bekannt sind, was einen Nachbau des Filters ziemlich erschweren wird.

Schöne Feiertage und frohe Ostern wünscht Dir

Heinrich


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BeitragVerfasst: 29.03.2018, 16:51 
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Hallo Wilhelm,
gehört der von Dir ausgegrabene Schaltplan vielleicht zu dem Stereodecoder 1 209 300?

Herzliche Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 29.03.2018, 19:26 
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Hallo Gerhard,
mit der von Dir angegebenen Nummer 1209300 kann ich leider nichts anfangen. Die Bezeichnung laut meinem Schaltplan des neueren CE251 lautet "Netzteil und Decoder Baustein 1718830." Wenn ich den Decoderschaltplan einscannen soll, lasse es mich wissen.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 29.03.2018, 22:37 
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Hallo Gerhard,

die Filterkette im Stereodecoder 1 209 300 scheint die gleiche zu sein, wie auf Wilhelms Schaltplan mit dem 53 KHz-Filter. Die 3. Spule mit der (Mitten-?)Anzapfung trägt sogar die gleiche Endnummer: "ATO2". Die Nummern der 1. und 2. Spule im Filter unterscheiden sich zwar von denen in Wilhelms Plan, aber es werden sicherlich elektrisch die gleichen Spulen sein, vielleicht nur mit einer anderen Sockelstift-Belegung.

Der Stereodecoder 1 209 300 ist ja der, welcher in den späten Versionen des Regie 501 eingebaut wurde, während Wilhelms ausgegrabener Schaltplan zu den späteren Tunern CE 251 und CE 501 gehört und deshalb auf dieser Platine neben dem Decoder auch das Netzteil mit untergebracht ist. Die Schaltung des Stereodecoders ist aber auf beiden Platinen identisch.

Ich kann das deshalb so sicher bestätigen, da ich mir zwischenzeitlich von Herrn Heinemann die Schaltungsunterlagen der früheren und der späteren Version des CE 251 besorgt habe. Leider ist auf diesen Plänen weder ein Datum noch ein Hinweis auf eine Seriennummer zu finden.

Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass auf Wilhelms Unterlagen vom Nachrüstmodul des 53 KHz-Filters das Datum 20.10.1969 vermerkt ist. Im Inneren meines CE 251 fand ich eine Stempelung mit dem Datum vom 20.11.1969. Trotzdem wurde das Gerät noch mit dem alten Decoder ausgerüstet, obwohl man es bereits besser wusste und sogar schon einen Nachrüstsatz für die alten Decoder bereit hielt. Es waren wohl noch eine Menge alter Decoderplatinen auf Lager.

Gruß Heinrich


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BeitragVerfasst: 30.03.2018, 08:44 
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Hallo Heinrich,

zu den zeitlich versetzten " Datümmern" :

So schnell schießen die Preußen nicht ! Die schriftlichen Unterlagen wurden von den Kollegen in der Entwicklung erstellt und gezeichnet nachdem ein machbarer Weg gefunden wurde. Ausgeführte Musterplatinen waren Handarbeit. Erst Nach der Genehmigung durch die Entwicklungsleitung und der Teilebeschaffung konnte dann der Einsatz in der Serienfertigung beginnen.

Und an der Aufmachung ersehe ich, daß die Unterlagen ausschließlich intern und nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren

Anders als bei einem 1-Mann-Betrieb gab es bei uns eine gewisse Bürokratie und einen Vorlauf .

Schönen GRuß

Rainer

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BeitragVerfasst: 30.03.2018, 12:55 
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Hallo Rainer,

ich dachte die Unterlagen, die Wilhelm eingestellt hatte, seien so schon als Umbau- und Abgleichanweisung an die Kundendienstbetriebe gegangen. Wenn sie allerdings - wie Du es erkennen konntest - noch gar nicht zur Veröffentlichung, sondern nur als interne Vorabinfo bestimmt waren, so kann das natürlich noch eine ganze Weile bis zum offiziellen Produktionsbeginn des Nachrüstsatzes gedauert haben.

Andererseits macht man sich doch gewöhnlich erst über einen Nachrüstsatz für Vorgängerprodukte Gedanken, wenn die neuen Geräte, die das Leistungsmerkmal dieses Nachrüstsatzes serienmäßig beinhalten, erfolgreich in den Markt eingeführt wurden!?

Befinden sich vielleicht sogar Unterlagen über die Kern- und Wickeldaten dieser drei betreffenden Filterspulen in Deinem Bestand? Das wäre toll und würde den Nachbau dieses 53 KHz-Filters enorm erleichtern. Die gleichen Spulen wurden ja dann in den späteren Versionen der CE251, CE501 und CEV501(K) eingesetzt.

Dir auch schöne Grüße und frohe Ostern

Heinrich


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BeitragVerfasst: 30.03.2018, 17:20 
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Hallo Heinrich,

die Detaildaten waren bei den Fertigungsunterlagen die wir an GEHADO abgeben mußten. Und die zur Gewinnung leerer Ordner dort wie alle anderen Zeichnungen und Auflistungen auf Anweisung des Firmeninhabers vernichtet wurden.

Ich habe damals nur weniges " auf die Seite bringen " und retten können.

Schönes Osterfest

Rainer

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BeitragVerfasst: 30.03.2018, 21:08 
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Normalerweise bin ich ja nicht schadenfreudig, aber hierzu meine ich: Schade, dass der Kretin von Firmeninhaber mit seinem Laden GEHADO nicht schon früher den Bach, in diesem Fall wohl die Ruhr 'runtergegangen ist, d.h. noch bevor die Restbestände der Firma Braun aufgelöst wurden.


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BeitragVerfasst: 31.03.2018, 12:59 
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Hallo Heinrich,
unser Forumsmitglied Sigi hatte mir vor einigen Monaten ein paar Bilder eines CE1000 Labormusters zur Verfuegung gestellt, mit der Bitte, ob ich hierzu etwas aussagen koennte. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, wurden zwei zusaetzliche Platinen in dieses Geraet eingebaut. Nach meiner Beurteilung handelt es sich bei der rechten Platine um das 53kHz Filter. Auf der linken Zusatzplatine vermute ich eine verbessertes Filter zur Unterdrueckung der 38kHz Hilfstraegerreste erkennen zu koennen (4 Spulen mit schwarzen und gelben Kernen) Ebenso wurde fuer die Ratio-Mittenabstimmung ein Nullpunktinstrument eingebaut. Mit Sigi's Genehmigung stelle ich ein paar Bilder ein. Nach seiner Aussage hat dieser CE1000 eine fantastische Klangqualitaet. Es stehen keine weiteren Unterlagen zur Verfuegung.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 31.03.2018, 19:45 
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Hallo Wilhelm,

Deine Annahmen sind vermutlich richtig, d.h. die rechte Platine scheint das 53 KHz-Filter zu beinhalten. Die beiden oberhalb der drei Filterspulen liegenden Transistoren gehören mit dazu. Allerdings sind dort noch weitere Komponenten untergebracht, insbesondere die drei unmittelbar übereinanderliegenden Transistoren, das Trimmpoti und die Filterspule, deren Funktionen ich nicht zu deuten vermag.

Auf der linken Platine könnten das tatsächlich 38 KHz-Sperrkreise sein; auch im Decoder des CE1000 sind welche eingebaut; im Decoder des CE1000/2, der (auch eingangsseitig) mit etwas weniger Aufwand aufgebaut ist, sind diese abstimmbaren LC-Filter durch einfache RC-Filter ersetzt. Dennoch kann ich Sigis Eindruck bestätigen, dass der CE1000/2 tatsächlich besser klingt als der CE1000. Ich besitze beide Versionen und beide sind mit neuen Elkos bestückt und ordentlich abgeglichen. Der bessere Klang muss also am (sogar etwas einfacheren) Decoder des CE1000/2 liegen. Möglicherweise haben die Braun-Entwickler mit ihrem Prototyp klanglich noch mehr herausgeholt.

Apropos neue Elkos: Auf den Fotos ist zu sehen, dass in Sigis Proto-CE1000/2 alle Elkos erneuert wurden. Alle Elkos? Nein! Zwei unbeugsame alte Elkos sind noch zu sehen. Ein dicker, roter, der sich "Frako, 250µF 70/80V" nennt und für die gute Qualität der Anodenspannung für die Nuvistoren verantwortlich zeichnet. Der zweite Elko hört ebenfalls auf den Namen Frako. Er ist aber viel kleiner, steht auf der rechten senkrechten 53 KHz-Platine und streckt seinen axialen grünen Minuspol nach oben. Und - wurden die beiden Elkos unter dem Abschirmbecher des Ratiofilters auch nicht vergessen? Oder konnten sie sich bisher erfolgreich verstecken?

Das Instrument für die Ratio-Mittenanzeige im CE 1000/2 ist auch eine bemerkenswerte Sache. Nicht etwa, weil eine Mittenanzeige per se etwas Besonderes wäre, sondern weil es sie in diesem Gerät in der Serie nie gab. Das Instrument ist daher eine absolute Rarität, heute vielleicht sogar ein Unikat. Die Feldstärkeanzeige finde ich persönlich aber viel interessanter; ich habe mich auch völlig an ihre besondere Funktion gewöhnt und möchte sie nicht missen. Die exakte Abstimmung lässt sich genauso gut an der Maximum-Anzeige der beiden Instrumente ablesen; das Feldstärkeinstrument zeigt sie dabei noch etwas feiner (steilflankiger) an, als das linke Abstimminstrument.

Insgesamt eine tolle Kiste, Sigis Proto-CE1000/2!

Grüße Heinrich


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BeitragVerfasst: 01.04.2018, 07:17 
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Hallo Wilhelm und Heinrich,

besten Dank für Euren Beitrag, anbei noch ein Foto von der Gesamtansicht, leider schaffe ich keine bessere Auflösung.
An Unterschieden aussen ist eventuell noch der "rote Knopf" bei UKW und auf der Unterseite der UKW Antennenanschluss zu erwähnen, er hat zusätzlich noch einen 60 Ohm Eingang über BNC,

beste Grüße
Sigi

PS: danke Heinrich, die "Frakos" werden bei Gelegenheit noch getauscht


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