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BeitragVerfasst: 05.10.2009, 07:08 
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Eroberer
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Lösung gesucht:

Braun Receiver R4: Bedenkliche Temperaturentwicklung

Wie Ihr sicherlich beobachten könnt, wird der Receiver R4 im Betrieb sehr heiß. Misst man die Betriebstemperatur unter dem CPU-Board (Sensor eingefügt) bei einer NF-Leistungsabgabe von 2x2 Watt an 8Ohm Lastwiderstand kommen wir auf 56 Grad.

Noch höher wird die Temperatur, wenn sich ein Gerät auf dem R4 befindet, beispielsweise der Plattenspieler, dann messen wir stolze 64 Grad.

Dies führt unweigerlich dazu, dass das CPU-Board auf Dauer nachhaltig geschädigt wird (Lötstellen, Bauteile und Leiterbahnen) und somit eines Tages nicht mehr zu reparieren sein wird.

Das CPU-Board ist als Ersatzteil lange schon nicht mehr lieferbar!

Die Quelle der Temperatur sind vier Transistoren auf dem Endstufen-Board, welches sich direkt unter dem CPU-Board befindet.

Zwei Transistoren dienen als Stromquelle und zwei als Verstärkerstufe mit großem Hub.

Ändert man hier die Spannungsteiler-Verhältnisse in der Schaltung, verändern sich zwangsläufig alle Parameter. Die nachfolgenden Stufen des Verstärkers werden dann nicht mehr voll ausgesteuert. Ergebnis: die Verzerrungen nehmen zu, der Verstärker kann anfangen zu Schwingen.

Es hilft auch nichts, den Ruhestrom am Poti zu verringern, denn diese Stufe kommt erst nach der vorherigen und dient dazu den Endstufentransistoren ihre optimalen Arbeitspunkte zu liefern (Nulldurchgangs-Verzerrungen minimieren).

Lösung gesucht:

Meine Frage:
wer hat sich dieses Problems schon einmal angenommen und evtl. einen Lösungsvorschlag parat?

Welche Maßnahmen wurden damals vom Braun-Kundendienst angeboten?

Also liebe Experten unter den Mitgliedern: Könnt Ihr mir weiterhelfen?

Bedanke mich vorab

Pierre Wittig

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Als Hifi-Techniker, der seinen Beruf liebt, tätig.


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 Betreff des Beitrags: Schnorrer
BeitragVerfasst: 05.10.2009, 09:43 
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Auch hier wird offensichtlich geschnorrt. Meine passende Antwort findest Du ja schon bei Radiodesign.

"Als Hifi-Techniker, der seinen Beruf liebt, tätig." Den Beruf kenne ich noch gar nicht. Was hast Du denn wirklich gelernt? Rundfunk- und Fersehmechaniker scheinst Du mir jedenfalls nicht zu sein!?

DerLange


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BeitragVerfasst: 05.10.2009, 09:46 
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P. S.:

Wer wirklicher Braunliebhaber ist und ein solches Gerät nebst Problem sein eigen nennt, darf mir selbstverständlich gern eine PN schicken, die Antwort mit der (relativ einfachen Lösung) kommt dann prompt.


Grüße
DerLange


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BeitragVerfasst: 05.10.2009, 22:03 
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Obermaschinist
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derlange hat geschrieben:
Wer wirklicher Braunliebhaber ist und ein solches Gerät nebst Problem sein eigen nennt, darf mir selbstverständlich gern eine PN schicken, die Antwort mit der (relativ einfachen Lösung) kommt dann prompt.

Hallöchen,

daher stelle ich diesen Thread mal auf "Wichtig".

Gruß, Norbert

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BeitragVerfasst: 10.10.2009, 08:37 
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Eroberer
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Liebe Braun-Freunde,

Zunächst einmal auf die Frage eingehend, warum wir nach dieser Lösung suchen:

Ich setze voraus, dass man nach einer Revision (dabei ist unerheblich, wer diese durchgeführt hat) noch mehr als 10 Jahre an diesem Braun R-4 Freude haben möchte, somit ist es unabdingbar, dass die Temperatur (Temperaturstau) unter dem Prozessorboard verringert wird.

Ursache, sei noch einmal erwähnt, ist nicht der Ruhestrom, sondern die davor liegenden Transistoren.

Wir haben in den letzten Tagen keine konstruktiven Vorschläge über die Foren erhalten, aber wie man uns sicherlich kennt, hatten wir schon vorab Lösungsansätze in der Schublade.

Diese befinden sich zurzeit in Erprobung und sowie die Sache serienreif ist, werden wir hier darüber berichten.

Sicher habt ihr Verständnis dafür, dass ich mich hier nicht mit Bissigkeiten
auseinandersetzen werde.



Pierre Wittig

* http://www.hifi-zeile.de

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BeitragVerfasst: 10.10.2009, 22:53 
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pierre.wi hat geschrieben:
Sicher habt ihr Verständnis dafür, dass ich mich hier nicht mit Bissigkeiten
auseinandersetzen werde.



Pierre Wittig

* http://www.hifi-zeile.de


Vollstes Verständnis.

Ich werde die Lösungsansätze mit großem Interesse verfolgen, auch wenn ich keinen R4 besitze, sondern nur die Combi CC4/PA4.

Vielen Dank.
:beerchug:


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BeitragVerfasst: 28.10.2009, 16:47 
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Hallo Herr Wittig,

gibt es irgendwelche Neuigkeiten bezüglich der Lösung?

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 07.12.2009, 23:41 
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Eroberer
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Hallo Vinylfan,


wir haben bisher zwei Lösungen gefunden, welche sich zurzeit in der
Erprobung befinden.

Dabei ist mir noch eine Idee gekommen, die ich noch ausprobieren
möchte.

Ich denke, wenn etwas mehr Zeit ist - so im Februar 2010 - berichte ich
über den Fortgang und stelle die Vorschläge bzw. unsere Lösung vor.

Bis bald und frohes Fest wünscht Euch

Pierre Wittig

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Als Hifi-Techniker, der seinen Beruf liebt, tätig.


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BeitragVerfasst: 22.12.2009, 18:04 
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Vielen Dank!

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BeitragVerfasst: 14.02.2010, 19:10 
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Jungspund
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Bin mal gespannt, was da noch kommt, denn nach der Lektüre hier und andernorts bezüglich der R4 Temperaturproblematik verspüre ich leichtes Unwohlsein.
Was kostet denn eine Revision mit Lösung des Wärmeproblems so grob über den Daumen gepeilt?
Ich tippe mal, dass es besser ist, je früher man die Sache angeht, ehe irgendwelche Platinen/Teile irreparabel gebraten sind.

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Grüsse

chRis

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BeitragVerfasst: 14.02.2010, 19:46 
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Braun-Insider
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Hallo Chris, ersteinmal ein herzliches Willkomen hier im Forum!

Ich habe im 2´ten Teil meiner R4 Revision Pierre´s Idee umgestzt und die Hitzeentwicklung ist da schon um 20°C gesunken.
Eine weitere Abkühlung konnte ich durch umsetzten des Spannungsreglers an den Gehäuserand erziehlen. Die CPU Platine heizt sich nun nicht mehr auf sondern gemessende 35-40°C sind annehmbare Werte.
Im Teil 3 werde ich hierzu einen ausführlichen Bericht beschreiben.
Würdest Du das Revision´s Projekt selbst machen oder gibst Du dieses in eine Fachwerkstatt?
Wenn Du es machen lässt, kann ich Dir Pierre´s Werkstatt nur empfehlen, er erstellt Dir auch vor Beginn der Revision einen KVA und spricht alles mit Dir durch. Außerdem gibt er Garantie auf seine Arbeit.

Solltest Du es selbst machen wollen kommt es darauf an, in welchem Ausmaße Du reparieren und erneuern willst.
Wenn Du nur das Wärmeproblem in den Griff bekommen möchtest, kommst Du mit Materialkosten von ca. 10-15 Euro hin. Eine komplette Revision, so wie ich sie beschrieben habe, liegt bei ca 250 Euro Materialkosten und ca. 200 Arbeitsstunden. OK, ich war/bin ein ungeübter Löter gewesen und habe mir viele Sachen erst aneignen müssen, aber wenig Arbeit war es nicht, wenn ich so zurück denke!
Schön ist, das der R4 jetzt wieder für mehrere Jahre laufen sollte.

Bin gespannt, was Du machen wirst, ich hoffe Du berichtest uns!

Gerne helfe ich / wir auch bei Fragen!

Gruß...Uli


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BeitragVerfasst: 14.02.2010, 20:02 
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Jungspund
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Hi Uli,

danke für Dein Willkommen.

Da ich im Löten ungeübt bin und auch von Elektronik wenig Ahnung habe möchte ich solche Arbeiten lieber geübten (Fach)Leuten überlassen.
Ob eine komplette Revision vonnöten ist weiss ich nicht, aber das Thermoproblem möchte ich gerne bald vorbeugend in Angriff nehmen.
Momentan läuft die Anlage gut aber ich habe nur ab und an Zeit sie zu geniessen. Da das im Sommer wohl noch weniger wird, bietet sich dieser Zeitraum an, um mal eine Weile ganz ohne meinen neuen Schatz auszukommen.
Deinen Bericht habe ich mit Interesse gelesen, aber wie eingangs erwähnt bin ich ein Freund von Facharbeiten von Fachleuten machen zu lassen.
Vielleicht ändert sich das mal, wenn ich belesener in der Thematik bin und mich eingehender mit (meinen) Braun Geräten beschäftigt habe.

Wie kontaktiert man denn Pierre?

PS. Die letzte Frage hat sich erledigt ... wer suchet, der findet meistens auch :D

_________________
Grüsse

chRis

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BeitragVerfasst: 20.02.2010, 09:45 
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Eroberer
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Nun hatte ich mir ja in dem Beitrag:

- Braun Receiver R4 bedenkliche Temperaturentwicklung -


Gedanken gemacht, die Temperatur der beiden Stromquellen im Verstärker
herunterzufahren.

Uli hatte ich dies schon vorab durchgegeben, und er hat die
Schaltungs-Änderung in seinem R-4 Projekt umgesetzt.

Einleitung:

Wie jeder auf der Enstufen-Platine des R-4 erkennen kann, sind die
Leiterbahnen um die Transistoren T-307, T-308, T-309, T-310 recht „dunkel“ ,
oftmals sogar schwarz bis verbrannt. Ein guter Indikator, der
anzeigt, wie viel der R-4 wirklich im Betrieb war!

Die Oberflächentemperatur des T-301 + T-309 beträgt vor dem Umbau gute
70 Grad.

Die daraus resultierende Abwärme staut sich dementsprechend unter
dem CPU Board.

Über lange Zeit ist dies bestimmt nicht gut für die dortigen Lötstellen.

Die Änderung:


Sie gestaltet sich recht einfach: R-325 + R-326 werden von 47 Ohm auf
82 Ohm erhöht. Jetzt reduziert sich der Strom in den beiden Stromquellen.
Nun den Ruhestrom gemäß Service-Anleitung auf 10mV bis 14mV nachregeln.

Mit dieser Änderung wird die Verlustleistung der oben genannten
Transistoren reduziert. Uli hat dies durchgeführt und, siehe da, die
Oberflächentemperatur der Transistoren (T-301 + T-309) wurde von ca. 70 Grad
auf ca. 50 Grad reduziert.

Sinnvoller Weise sollten die oben genannten Transistoren (T-307, T-308, T-309,
T-310) vorbeugend erneuert werden.


Noch einmal sei erwähnt,

dass es mit dieser Änderung nicht darum geht, den Braun R-4 „kälter“ zu
bekommen, sondern nur darum, die Bauteile der Endstufen-Sektion sowie die
Lötstellen des darüber liegenden CPU-Boards langfristig zu schonen.

Fertig ist der Erste Teil.

Im Zweiten Teil
wird die Abwärme der Spannungsregler am CPU-Board
untersucht und eine Lösung erarbeitet.

Im dritten Teil

wollen wir das Phänomen der „Selbstständigkeit“
des R-4 behandeln. Wie oftmals zu lesen, schaltet er von alleine die Quellen um.
Regelt wie von Geisterhand die Lautstärke hoch oder runter, wechselt die
Programquellen offenbar ohne einen Befehl bekommen zu haben. Technische
Änderungen wie in den Dokumentationen beschrieben helfen heute oftmals
nicht weiter.

Wir sind gespannt,

Bis dann Pierre Wittig

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BeitragVerfasst: 23.11.2010, 23:19 
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Jungspund
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Da ich nun mal an der Reparatur meines R4 bin: Einen Tipp zum Problem der heissen Transistoren T307, 308, 309, 310 kann ich beisteuern. Der Vorschlag von Pierre ist vernünftig, R325 (R326) auf 68 Ohm zu erhöhen, nur würde ich zugleich den Arbeitspunkt bei T307 / T308 anpassen und R317/318 von 68 auf 100 Ohm erhöhen.
Eine Alternative ist, die Spannungsquelle D301/D303 an der Basis von T309 durch eine Spannungsquelle mit 0,2 V kleinerer Spannung zu ersetzen. Thermisch sollte diese Spannungsquelle gut mit T309 verbunden sein, um das thermische "Davonlaufen" der Stromquelle zu verhindern.
Die vorgeschlagene Änderung ist übrigens wichtig, denn im Betriebszustand sind T307 und T309 an der äussersten Grenze nach Datenblatt belastet - gar nicht die Art des feinen Designers. Ihr merkt vielleicht meine leichte Enttäuschung über den Braun R4 - nicht gerade die beste deutsche Werksarbeit!! :roll: :oops:


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BeitragVerfasst: 24.11.2010, 08:43 
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Hallo Raymond,

der R4 ist keine deutsche Wertarbeit, sondern entwickelt und hergestellt in Japan.

Gruß,

Raimund


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BeitragVerfasst: 24.11.2010, 20:55 
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Braun-Insider
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Hallo Raymond G,

Pierre hatte den Wert von 47Ω auf 81Ω erhöht, nicht auf 68Ω... dieses würde nicht den großen Effekt erziehlen.
Da ich immoment wiedermal einen R4 auf dem Tisch habe, werde ich einen 100Ω Widerstand testen, ich bin gespannt wie weit sich der R4 dann mehr abkühlt oder ob es eine Beinträchtigung gibt.

Wenn es Dich beruhigt: die Ami´s haben seinerzeit das Aufgabenbuch geschrieben.... die Asiaten haben Ihn entworfen und gebaut....
A/D/S merkte schnell das sie mit Ihrem Latein am Ende waren und santen Prototypen nach Kronberg damit die dem R4 das laufen lehren konnten, erst so wurde er einigermaßen Serienreif. Einige Jahre später änderten die Deutschen dann u.a. den R325+326 in einen höheren Wert, diese Änderung wurde aber nie in die Serie übernommen... warum weis keiner!

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 24.11.2010, 21:35 
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Eroberer
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Hallo,

ich habe den Wert auf 82 Ohm erhöht um überhaupt noch einen brauchbaren Arbeitspunkt für die Einstellung des Ruhestroms zu erzielen.

Wenn Uli den nun auf 100 Ohm erhöht wird es zwar marginal „kälter“ aber der Ruhrstrom lässt sich nicht mehr stabil auf 10 bis 14 mV einstellen. Erhöhte Verzerrungen (THD) hat dies zur Folge.

Ergo: lieber kälter und verzerrt oder etwas wärmer und noch einigermaßen hörbar.


Liebe Grüße aus Bremen

Pierre Wittig


PS: Der R4 ist made in Taiwan nicht Japan. Ein Japaner hätte sich das nicht verzeihen.

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BeitragVerfasst: 24.11.2010, 21:44 
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Nabend Pierre,

pierre.wi hat geschrieben:
Wenn Uli den nun auf 100 Ohm erhöht wird es zwar marginal „kälter“ aber der Ruhrstrom lässt sich nicht mehr stabil auf 10 bis 14 mV einstellen. Erhöhte Verzerrungen (THD) hat dies zur Folge.
Das hatte ich befürchtet!
Daher werde ich mal die Grenzen in einer Spanne von 81Ω bis 100Ω testen.

Ich werde mal einen 100Ω Spindeltrimmer gegen den R326 tauschen, so kann ich den Grenzwert schneller herrausfinden! :wink:

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 27.11.2010, 11:59 
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Jungspund
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Hallo zusammen,
Zum Thema des Stromes durch T307 / T309: die Stromdifferenz durch diese beiden Transistoren steuert die Darlington-Endstufe aus. Je grösser das Verhältnis Ruhestrom zu Arbeitsstrom ist, desto verzerrungsärmer läuft die Vorstufe!!! Ich kenne ca. 20 ähnlich aufgebaute Endverstärker-Schaltungen. Sie haben alle jene hohen Ströme in der Stromsteuerung! Es geht also nicht an, den Strom durch T307 / T309 unter eine Grenze von 10 mA zu setzen, d.h. R325 darf nicht über 68 Ohm erhöht werden! Das Problem der Hitze-Entwicklung bei T307 / T309 liegt woanders, nämlich im "thermal runaway" wie es die Amis nennen. Da die Basis-Emitterspannung bei T309 durch die Eigenerwärmung abnimmt, fliesst ein grösserer Strom durch den Transistor, der wiederum seine Wärmeleistung erhöht. Mein Vorschlag: die beiden Dioden ersetzen durch einen NPN-Transistor. Kollektor kommt an die Basis von T309, Basis an den Emitter von T309 und Emitter zur -55V-Speisung. Damit arbeitet die Schaltung thermisch stabil. R325 bleibt dabei auf 47 Ohm.
Das Lochblech unter dem Prozessorprint verteilt übrigens die Wärme der 4 "Glühkerzen", sodass keine Folgeschäden in der Prozessor-Elektronik zu befürchten sind.


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 Betreff des Beitrags: R4 Thermik etc
BeitragVerfasst: 05.12.2010, 13:39 
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Neuling
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Hallo Raymond G.
Hallo an Alle

Seit 2 Wochen bin ich in diesem Forum, weil ich eine R4 besitze, den ich 2008 bei einem gewissen "Braun Berni" für viel Geld in angeblich revidierten Zustand gekauft hatte. Der R4 war wegen sporadischen Aussetzern ( memok ) und Umzug seit Anfang 2009 bis vor 2 Wochen stillgelegt. Beim Anschalten nun zeigte sich keine Funktion, sondern nur etliche @ Zeichen im Display.

Meine Frage: Hängt dieses Symptom auch mit der thermischen Problematik zusammen, oder dürfte hier ein anderer Grund vorliegen. Ich habe hier im Forum schon gesucht, aber so richtig fündig bin ich (noch nicht ) geworden.
Ich danke schonmal im Voraus für die Antworten.

Beste Grüsse
BWB98


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 Betreff des Beitrags: Re: R4 Thermik etc
BeitragVerfasst: 05.12.2010, 14:21 
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bwb98 hat geschrieben:
Hallo Raymond G.
Hallo an Alle

Seit 2 Wochen bin ich in diesem Forum, weil ich eine R4 besitze, den ich 2008 bei einem gewissen "Braun Berni" für viel Geld in angeblich revidierten Zustand gekauft hatte. Der R4 war wegen sporadischen Aussetzern ( memok ) und Umzug seit Anfang 2009 bis vor 2 Wochen stillgelegt. Beim Anschalten nun zeigte sich keine Funktion, sondern nur etliche @ Zeichen im Display.

Meine Frage: Hängt dieses Symptom auch mit der thermischen Problematik zusammen, oder dürfte hier ein anderer Grund vorliegen. Ich habe hier im Forum schon gesucht, aber so richtig fündig bin ich (noch nicht ) geworden.
Ich danke schonmal im Voraus für die Antworten.

Beste Grüsse
BWB98


Moin!

Also ich habe jetzt längere Zeit nach meiner Kristallkugel gesucht, diese aber nicht finden können. Daher ist es schwierig, etwas über die Ursache des Fehlers zu sagen. Klar ist lediglich, dass dein Gerät einen Prozessorabsturz hat - daher die kryptischen Zeichen. Dieses und das alte Forum sind voll von derartigen Problembeschreibungen. Es ist eher schwierig, diese nicht zu finden.

Ich persönlich störe mich an der Formulierung "bei einem gewissen "Braun Berni" für viel Geld in angeblich revidierten Zustand". Wenn es sich dabei um Bernhard Scharf gehandelt haben sollte, wird sich das Gerät auch in diesem Zustand befunden haben. Man muss akzeptieren, dass auch ein überholtes Gerät 20 Jahre alt ist und nicht alle Bauteile gegen neue ausgetauscht werden. Da kann auch nach einer kurzen Zeit durchaus etwas kaputt gehen. Mir fallen spontan 2 Transistoren ein, die diesen von dir beschriebenen Zustand auslösen können und garantiert im Rahmen einer Überholung nicht angepackt werden.
Bezüglich der "MEMOK" Geschichte hättest du nach IR Störquellen wie Energiesparlampen, LCD oder Plasmafernsehern Ausschau halten müssen. Auch dieses findest du in beiden Foren.

Warum setzt du dich nicht zuerst mit dem Verkäufer in Verbindung, wie es dir bereits vorgeschlagen wurde? Da hätte es sicher eine einvernehmliche Lösung gegeben. So klingt es doch stark nach Stimmungsmache...

Gruß
Andreas

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.12.2010, 14:59 
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Neuling
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Hallo Gulugulu

Stimmungsmache wollte ich damit nicht bezwecken.
Das Gerät war nach dem Kauf zweimal wieder beim Verkäufer. Danach wurden auch diverse Möglichkeiten besprochen, sich zur beiderseitigen Zufriedenheit zu einigen, was aber zu keiner Einigung führte. Deshalb ist das Gerät noch immer bei mir.

Ich wundere mich nur ein wenig ob des Gerätes, weil es vor der Ausserbetriebnahme einwandfrei ( bis auf gelegentliche Aussetzer aufgrund einer Energiesparlampe im gleichen Raum ) funktioniert hat. Nach eineinhalb Jahren Ruhepause, eingepackt und gegen Feuchtigkeit und Licht geschützt aber nicht mehr.

Es ist wie es ist, ich muss wohl den R4 einer umfangreichen Reparatur zuführen.

Und was die Sufu angeht, ich bekomme, egal was ich in der Suchmaske eingebe, immer die Meldung, dass nichts gefunden werden konnte.
Hab ich da evtl. etwas vergessen anzuhaken?

LG
BWB98


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BeitragVerfasst: 05.12.2010, 16:19 
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bwb98 hat geschrieben:
Und was die Sufu angeht, ich bekomme, egal was ich in der Suchmaske eingebe, immer die Meldung, dass nichts gefunden werden konnte.
Hab ich da evtl. etwas vergessen anzuhaken?

Hallöchen,

nach welchen Begriffen hast Du gesucht? Gib z.B. mal das Wort Prozessorbox ein.

Gruß, Norbert

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 05.12.2010, 16:33 
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Neuling
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Beiträge: 9
Hallo Norbert

Danke für die Info.

Hab ich inzwischen gemacht, und hab auch was gefunden. Bei den ersten Versuchen habe ich wohl zu wenig eingegeben.

Das erscheint mir eine grössere Reparatur zu werden. Selber machen traue ich mir das zeitmässig und wissensmässig nicht zu. Ich hab in grauer Vorzeit zwar Radio-TV-Techniker gelernt, den Job aber schon 1984 aufgegeben, weil das so gar nicht mein Ding war.

Ich werde wohl zu dem hier im Forum genannten ex Braun Händler (?) in München Kontakt aufnehmen.

LG
BWB98


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BeitragVerfasst: 06.12.2010, 11:47 
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Jungspund
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Beiträge: 17
Hallo BWB98
Aller Wahrscheinlichkeit nach hat das Einschaltproblem bei deinem R4 nicht direkt mit der Thermo-Problematik zu tun, sondern eher mit der Aufschaltsequenz im Prozessor. Beim Anschluss ans Netz sollte ja nur die Bereitschafts-LED leuchten, sonst nichts. Wenn dies korrekt geschieht, kannst du die MEMO-Taste gedrückt halten und dabei die Stby/On Taste betätigen. So werden alle eingestellten Daten gelöscht und das Gerät geht in die Betriebsbereitschaft. Wenn bereits beim Einstecken des Netzsteckers irgend etwas im Display angezeigt wird, aber ein Einschalten nicht möglich ist: Lass das Gerät in diesem Zustand mal eine Stunde stehen, dann nimm es vom Strom und schalte es nach ein paar Sekunden wieder zu. Funktionniert jetzt das Aufschalten, oder kannst du mit der MEMO-Taste die Datenlöschung vornehmen? Wenn's immer noch nicht klappt: Überprüfe die Spannung am PIN 50 des Prozessors gegen Ground (PIN 53). Sie müsste stabil auf einem Wert von 5,2 bis 5,4 V stehen und beim Trennen vom Netz diesen Wert über längere Zeit halten. Wenn dies nicht der Fall ist, dann hast du ein Problem mit der Einspeisung oder dem grossen Stützkondensator C563. Berichte mal, was genau bei deinem R4 geschieht!


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BeitragVerfasst: 06.12.2010, 21:14 
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Neuling
Neuling

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Hallo Raymond G

Hab vielen Dank für Deine genaue Anweisung. Ich werde die Kiste gleich mal anwerfen und eine Stunde an lassen. Ich berichte wieder. Messen kann ich nicht, habe kein Messgerät, kein Schaltplan, keine Bedienungsanltg. Werde ich mir glaube ich zulegen, weil mein Acoustic Research Vertsärker auch Mucken hat nd nach Reparatur schreit...

Bis neulich
BWB98


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Neuling
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Hallo Raymond G

Vielen Dank für Deinen Tip. Nach 2 Stunden hat sich der R4 besonnen und ein memok gezeigt. Nach Aus- und wieder Einstecken des Netzsteckers liess er sich sogar dazu überreden, eine CD vom CD-Spieler wiederzugeben. Aber leider nur für ca 2 Minuten, dann war der Ton schlagartig aus und in der Anzeige erschien "hiblend" und "mono". Danach liess er sich weder um- noch ausschalten.

...und ich hatte mich schon so gefreut, nicht noch mehr Geld investieren zu müssen.

Aber vielleicht weiss hier im Forum jemand, was hier nicht mehr geht.

Soweit der Stand.

Für allen Rat, den ich schon erhalten habe und wohl noch erhalten werde, meienen herzlichen Dank!

LG
BWB98


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BeitragVerfasst: 08.12.2010, 22:51 
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Braun-Kenner
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Registriert: 19.01.2009, 03:06
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Erneuere den C726, 1uf 63V, (hinten links auf der unteren grossen Platine). Er kostet nur ein paar Cent. Bin mir ziemlich sicher, dass dieser Kondensator das Problem ist.

Gruss
Wilhelm


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BeitragVerfasst: 09.12.2010, 19:20 
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Neuling
Neuling

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Hallo Wilhelm

Danke für die Antwort. Dann werde ich wohl doch meine Lötstation wieder ausgraben - sind ja bald Weihnachtsferien... :roll:

Aber wenn ich mir dadurch eine grosse Reparatur ersparen kann, und zudem ist jetzt - dank Eurem unschlagbaren Insider-Wissen ( im wahrsten Sinne des Wortes! ) mein Ehrgeiz geweckt, diese Kiste selbst wieder auf Vordermann zu bringen - und wie schon geschrieben, mein AR03 wartet darauf, wieder Potis ohne Wackelkontakt zu haben.

Ich bin begeistert über die Hilfe, die hier im Forum stattfindet. Mein Dank an Alle, die sich hier engagieren.

LG
BWB98


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BeitragVerfasst: 14.12.2010, 22:51 
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Neuling
Neuling

Registriert: 21.11.2010, 11:43
Beiträge: 9
Hallo Wilhelm

Die 63V bezeichnen die Spannungsfestigkeit des C, ist das richtig? Kann ich auch einen mit 100V einbauen, ohne Probleme dadurch zu bekommen?
Nehme ich einen Elektrolyt oder Folien C?

LG
BWB98


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