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BeitragVerfasst: 23.10.2011, 21:46 
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Neuling
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Man ließt hier in der Tat viel vom Schaltplan, aber ich kann den nirgends finden - suche ich falsch oder muss man den kaufen?

-gb-


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BeitragVerfasst: 23.10.2011, 21:50 
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kaufen wäre bei einer Revision angesagt!

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 23.10.2011, 21:54 
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Neuling
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Vielen Dank!
Dann löte ich die Teile mal aus und messe die Kenndaten, vielleicht gibt es ja ähnliches im Handel.

-gb-


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BeitragVerfasst: 23.10.2011, 23:53 
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-gb- hat geschrieben:
Hallo,


Genauer:
- beim Drehen des Bass/Trebel-Potis knistert es sehr stark und einer der beiden Kanäle ist teilweise dann weg an bestmmten Poti-Positionen.
- der Drucktaster für die Pegelanzeige lässt die Pegelanzeige nur im halbgedrückten Zustand aufleuchten, im eingerasteten (tief gedrückt) Zustand leuchtet die Anzeige nur für den rechten Kanal, ausschalten lässt sich die Anzeige.

und viellecht ob ich das irgendwie reinigen könnte?

Vielen Dank!

-gb-


Hallo,

hört sich nicht schlimm an!

bevor Du da was wechselst und womöglich anderes (ähnliches, wie Du schreibst! :? )reinbaust, probier erstmal folgendes.
Kauf Dir ne Dose Oszillin T6 und sprühe da EIN GANZ WENIG davon in den Poti. Dann bewege den erstmal 10 mal hin und her.
Dasselbe mit dem Schalter.

Dann sollte das Problem eigentlich behoben sein.
Hilft es beim Schalter nichts, kannst Du ihn immer noch auseinanderbauen und gründlich reinigen.

Grüße Jan.

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BeitragVerfasst: 24.10.2011, 00:28 
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Neuling
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Hallo! Also ich hab das Ganze jetzt mal zerlegt, auch den Schalter - und dabei gleich die Nase abgebrochen mit der das Oberteil am Unterteil einhakt.

Jedenfalls habe ich den gereinigt und der schaltet jetzt wieder super, und über Nacht trocknet dann auch der Kleber der jetzt die Plastikteile verbindet.

Der Poti ist doch nicht kaputt, dafür aber mehr Schalter, nur irgendwie will ich die nicht alle aufmachen und vielleicht was kaputtmachen. Ich werde mal den Tip befolgen und auch mal nach baugleichen Schaltern zur einlöten suchen, die sehen nämlich sehr normal aus.


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 Betreff des Beitrags: A2 Arbeitspunktverschiebung
BeitragVerfasst: 01.01.2012, 19:12 
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Hallo Forum,

so, da wäre ich auch mal wieder mit einem Thema zum A2/2. Den hatte ich mir ersteigert mit dem Hinweis, dass der rechte Kanal verzerrt sei. Es kam ein sehr schönes Gerät - und der echte Kanal war verzerrt.

Zur Eingrenzung des Fehlers habe ich erst einmal wissen wollen, ob der Fehler in der Vor- oder Endstufe liegt. Das geht wunderbar mit einem zweiten A2 (oder A1)! Einfach die Brücken auftrennen und Signal von der anderen Vorstufe einspeisen. O.K. - Erkenntnis: es ist die Endstufe. Dann erst einmal die üblichen Verdächtigen ausgetauscht: LS-Relais, beide Potis und alle Elkos auf der Treiber-Leiterplatte. Das hätte ich sowieso gemacht. Aber so einfach war es dieses Mal nicht: keine Verbesserung! Vielmehr war zwischen den Anschlüssen LV/l und LV/n für die Ruhestromeinstellung eine viel zu hohe Spannung messbar: 440 mV statt etwa 15 bis 20 mV.

Nun dachte ich an eine Arbeitspunktverschiebung und machte einen dicken Gedankenfehler: ich nahm an, der Fehler können nur auf der Treiber-Leiterplatte sein, nicht auf der Endstufen-Transistor-Leiterplatte (die man rausnehmen kann beim A2-2) Ich verdächtigte die Transistoren T606b und T607b, aber nach einem Wechsel war klar: die waren/sind es nicht!

Schließlich wurde mir die Sache zu bunt und ich nahm mir doch die Endstufen-Transistor-Leiterplatte vor und wechselte dort auch die Elkos. Erstes Erfolgserlebnis: die besagte Spannung ging deutlich runter. Und die 47µF-Elkos sahen am Deckel auch sehr fertig aus - leider kann ich noch immer nicht deren Kapazität messen. (Ich hebe sie dafür auf.)

Zweites Erfolgserlebnis: siehe Bild: der rechte Wattestäbchenhaufen ist nur diese Platine!! :-)

Bild

Allerdings liegt sie bei gleicher Poti-Stellung von R610b immer noch bei 119 mV! Drehe ich jetzt das Poti weiter auf 20 mV, klingt alles bestens. Aber gemessen ist es eben noch immer nicht richtig. Was ein weiterer Test bewies. Ich nahm die gleiche Leiterplatte aus einem heilen A2/2 und siehe da: nun kann ich das Poti richtig einstellen. Es muss also noch etwas auf dieser Leiterplatte haken. Nur bin ich jetzt etwas mit dem Latein am Ende. Ich habe noch einmal alle sichtbaren Verbindungen nachgelötet – und auf dieser Platte ist das auch wirklich nötig. Mehrere sichtbare Kränze, insbesondere an den heiß werdenden Widerständen. Auch ein Erkenntnisgewinn: die werde ich ab jetzt immer nachlöten!

Also folgende Spannungssituation:

Heiler A2/2 / Defekter A2/2

Kanal links:
LV/a = +0,596 V / +0,598 V
LV/b = +8,2 mV / +3,0 mV
LV/c = -1 mV / -7,3 mV
LV/d = -10,5 mv / -16,6 mV
LV/e = -0,62 V / -0,62 V

Kanal rechts:
LV/k = +0,591 V / +0,66 V
LV/l = +6,3 mV / +119 mV
LV/m = -1,9 mV / -2,8 mV
LV/n = -10,1 mV / -3,8 mV
LV/o = -0,62 V / -0,566 V

Tja... nun ist irgendwie etwas Sackgasse: hat jemand einen Rat? Die Leistungstransistoren werden es doch auch hier nicht sein, oder? Bleibt eine Diode oder ein Widerstand.

Na ja – so mal als Zwischenstand. Und wenn jemand einen Tipp hat: sehr gerne. Ich suche dann einmal weiter...

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BeitragVerfasst: 01.01.2012, 22:24 
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Hi Rudi,

bescheidene Frage, hast Du die Stomversorgung (SV) mal gemessen?
Kommt alles da an wo es soll?

Bei mir war dieses WE nach langer Lötpause mein Werkstatt A2/1 mal dran, er machte die gleichen Zicken!
Bei mir war es der Spannungsregler 7815.
Beim A2/2 ist es mit der SV noch einfacher gehalten.... er hat den 7915 verbaut, beim /1ner wurde die negative SV noch "zu Fuß" erledeigt!

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 03.01.2012, 16:58 
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Hallo!

Ich würde als erstes mal das Poti testen, bzw. gleich rausschmeißen.

Siehe mein erste post hier:

Zitat:
Zusätzlich zu den Elkos hab ich noch die beiden Potis zum Einstellen des Ruhestroms durch neue Piher 1kOhm ersetzt. Position R610a und R610b. Die alten gehen oft kaputt und der Ruhestrom läßt sich dann nur schwer bis gar nicht richtig einstellen.


Bist Du sicher, dass Du 440 mV Ruhestrom misst? Da würde die Endstufe doch nicht lange mehr leben und sofort knallheiß werden. Oder liege ich da falsch?

Edit: Das mit dem Poti kann nicht sein, da Du ja die eine Platine getauscht hast, aber an Deinem alten Poti gedreht, richtig? Und dann geht's?

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BeitragVerfasst: 03.01.2012, 18:57 
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Hallo Ihr zwei!

Danke für die beiden Hinweise. Gestern und heute war ich fort - da blieb der A2 mal stehen.

Also die Spannungsregler sind es nicht. Den 7815 hatte ich vor Frust bereits auch gewechselt - ist ohnehin Standardprogramm meiner Restaurationen wegen einem neuen Kühlkörper. Und der 7915 liefert brav -15 V.

Die beiden Potis wurden ebenfalls gleich gewechselt. Ich habe jetzt ja auch nur noch 119 mV Differenz - in der korrekten Stellung. Ich könnte das mittlerweile auch auf 18/20 mV zurückdrehen, dann ist das Poti aber im Vergleich zum linken Kanal zu weit nach rechts gedreht.

Es muss eigentlich auf der Endstufen-Transistor-Leiterplatte sein, denn als ich die vom anderen A2 probehalber drin hatte, war zumindest das weg (s.o.). Da suche und messe ich morgen weiter. Wenn einer von Euch mal wieder seinen A2 offen hat: könnt Ihr mal die Spannungen LV/l und /n und LV/b und /d gegen Masse messen? Mir missfällt ohnehin die Differenz auch im linken Kanal. Müssten nicht jeweils beide Werte ungefähr gleich sein? Also etwa +9/-9 mV bei eingestellten 18mV Offset?

Gruß - Rudikar

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 Betreff des Beitrags: Emitter-Widerstand R661
BeitragVerfasst: 21.01.2012, 23:34 
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So - nun geht es in dieser Geschichte ein kleines Stück weiter. Als die Weihnachtspause zuende war, musste der A2 bis heute erst mal wieder in den Keller.

Ich denke, einen Hauptschuldigen habe ich jetzt: der Emitterwiderstand 661b/d. Ich habe nämlich den Widerstand gemessen. Genau ging das mit meinem Multimeter nicht, weil das bereits um die 0,7 Ohm Eigenwiderstand misst. Aber auf auf dem heilem linken Kanal messe ich beide Seiten so um die 0,9 bis 1 Ohm. Der o.g. Defekte hatte eingebaut schon auf einer Seite um die 5 Ohm. Was sich ausgebaut auf 10 und jetzt skurillerweise weiter erhöht hat und schwankt zwischen über 30 und 100 Ohm. Das würde ja meine gemessenen Spannungsschwankungen für LV/l wohl erklären.

Ich besorge den jetzt mal neu (hat jemand eine gute Quelle?) und ich wette, die Spannung stimmt dann wieder. Nur die verschobenen Spannungswerte um die Kanal"achsen" machen mir noch Sorgen - ich denke das müsste eben +/- 9mV ergeben und nicht anders wie oben. Aber die Ursache findet sich hoffentlich, wenn ich den Emitter-Widerstand ersetzt habe.

Fragt sich außerdem noch - warum ging der kaputt? Angeschmort sieht er überhaupt nicht aus. Ein Kurzschluss müsste es ja gewesen sein. Können dafür auch die alten Elkos verantwortlich gewesen sein - die ja auf dieser Platine alle Mist aussahen? Die 4 Leistungstransistoren machen eigentlich noch eine guten Eindruck...

Schönen Sonntag -

Rudikar

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BeitragVerfasst: 22.01.2012, 09:43 
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Hi Rudi,

ich hatte fast das gleiche Problem, der rechte Kanal kam bei meinem A2/1 verzerrt rüber.

Bei mir waren die Treiberwiderstände R619a&b & 621a&b der rechten Seite Hochohmig (ca 10Ohm).
Ein ähnliches Problem hatte ich mal beim R4, nach wechsel (der optisch nicht angeriffenen Widerstände) war alles OK!

Bild

Löte sie mal aus, kontrolliere sie und wechsele alle 4!

Ich bin gespannt obs der gleiche Fehler ist wie bei mir!

Gruß... Uli


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BeitragVerfasst: 22.01.2012, 17:39 
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Hi Uli,

nach dem Lesen Deines Beitrages konnte ich nur noch bedingt ruhig frühstücken! Dein Ansatz schien mir ja mehr als verlockend. Ruckzuck waren die zwei des rechten Kanals draußen - aber... dieses Mal hatten sie keinen Anteil. Alle vier weisen ihren Sollwert auf. Also durften sie erst mal wieder "rein".

Nun - ich sehe mal zu, dass ich einen neuen Emitter-Widerstand auftreibe. Peinlicherweise fiel mir erst gestern auf, dass Leistungstransistor T624b bereits einmal gewechselt wurde, von 2SA1303 auf 2SA1386. Hier war also schon mal was faul. Allerdings lag der kaputte Emitter-Widerstand in der anderen Halbwelle. Vielleicht wurde nur "versäumt", den mit zu tauschen. Bin aber noch skeptisch - ich messe in den nächsten Tagen mal alle Bauteile der Endstufen-Transitor-Leiterplatte durch. Gleichwohl auch "unten" auf der Treiberplatte mir mit den Spannungen etwas spanisch vorkommt - hier weicht das Mittensignal an der Basis vor und hinter T601a/b (also auf beiden Seiten) rechts gegen links um 10 mV voneinander ab.

Herzlicher Gruß - Rudikar

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BeitragVerfasst: 13.02.2012, 09:55 
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Hi Rudi,

hast Du den Fehler nun lokalisieren können?

Gruß... Uli


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 Betreff des Beitrags: Emitter-Widerstand A2
BeitragVerfasst: 11.03.2012, 22:47 
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Guten Abend Forum!

Hier nun mein bisheriges Erfolgserlebnis, an dem Uli und Wilhelm großen Anteil hatten. Beiden auch hier ganz herzlichen und besonderen Dank dafür!!

Da ich den originalen Emitter-Doppelwiderstand nicht habe auftreiben können, wurde es am Ende dieser hier: SQMW5R22J von Tyco. Bilder gleich im Folgenden.

Diese Einzelwiderstände passen - seitlich fast gleich zum alten RGC55, aber dicker, jedoch deutlich länger und damit haarscharf nach hinten zum rückwärts gewandten Kühlblech. (Siehe 4. Bild) Um es passend zu machen und aber gleichzeitig bei den bisherigen drei Bohrungen zu bleiben (Uli ;-) ), habe ich bei je einem Widerstand die äußere Porzellan-Kante mit einer Flachzange vorsichtig "abgebissen", dann beide mit Porzellankleber zusammen geklebt, danach die jeweils äußeren Beinchen nach außen gelegt und schließlich mit einer Lötfahne von einem dicken Elko in der Mitte neu verbunden.

So passte es dann perfekt!
Bild Bild Bild Bild

Das umgebogenen Beinchen müssen wirklich sehr eng am Boden anliegen (also möglichst die ganze seitliche Wulst abbrechen) - sonst passt es am Ende nicht hinein!

Tja - und dann: gemessen! Und so sahen die Spannungen nun aus:

LV/k = +0,566 V
LV/l = +7,0 mV
LV/m = -2,4 mV
LV/n = -11,7 mV
LV/o = -0,596 V

Ja - da machte es: :-) ! Ruhestrom ließ sich nun auch rechts einwandfrei auf 15 mV einregeln.

Anschließend angeschlossen - klingt alles bestens!!

Was noch bleibt: wenn ich erst ein richtiges Transistor-Messgerät habe, werde ich die Sanken (T622b und T623b) im positiven rechten Kanal noch einmal auslöten und prüfen. Aber eingebaut ergab die Messung der jeweiligen PN-Übergänge BE und BC nichts Auffälliges.

Scheint irgendwie - als war es das!! Hat sehr viel Erkenntnisgewinn gebracht - und wird es noch weiter - und das Wochenende hat eine sehr sehr positive Note bekommen!

Fazit bisher: es war (zumindest) der Emitter-Widerstand - und auch die 47µF-Elkos auf der Endstufen-Transistor-Leiterplatte könnten beteiligt gewesen sein. Letzteres weiß ich aber erst sicher, wenn ich deren Kapazität mit einem noch zu kaufenden Instrument nachträglich bestimmen kann.

Herzlicher Gruß -

Rudikar

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 24.03.2012, 22:44 
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Sehe ich jetzt erst, Dein posting. Bin leider nicht mehr so oft hier im Forum unterwegs...

Jedenfalls: Schöne Arbeit und Glückwunsch zur erfolgreichen Reparatur! :beerchug:

:D

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 Betreff des Beitrags: Welche Elkos habt Ihr im A2 ???
BeitragVerfasst: 24.04.2012, 23:29 
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Hallo,

bin gerade dabei meinen defekten A2/1 wiederherzustellen.

Da ich Erstbesitzer bin, kenne ich die komplette "Leidensgeschichte" des A2,
die ich als "Gute Nacht oder guten Morgen Geschichte" hier erzählen möchte... :lol:

Fehleranalyse:

- Seriennummer : 13096

- Alter: 28Jahre

- Die üblichen Defekte:
+ Die Kontakte des Lautsprecherverzögerungsrelais sind im A... ähh oxidiert/erodiert
+ Balancereglerpoti kratzt, hat Aussetzer

- Die unüblichen Defekte:
+Starke Dämpfung und Übersprechen auf fast allen Eingängen, besonders MC und MM
+Brummton und Rauschen auf fast allen Eingängen, besonders MC und MM

- Überprüfung der Spannungen:
+Symmetrische Spannung +/- 32V (soll) hat +/- 48V (ist) !!!
+Transistoren T801-804 durchgeschlagen

- Überprüfung der Kondensatoren durch Messen in der Schaltung :
+Elko C851 := 5,2mF, C852:= 5,3mF ~ 63% von 8200µF
+Elko C853 := 7,0mF, C854:= 7,1mF ~71% von 10000µF
Unterste Verschleißgrenze ist zwar 50% und ich könnte warten, bis die erreicht wird, dies wäre nicht uninteressant,
doch ich wechsle die trotzdem jetzt aus, da ich den Verstärker gerade offen habe und kein Platzen erleben möchte.

#Frage: In der Elkoliste stehen u.a. Mundorf - Elkos mit spezieller Anode und Separator usw., hat jemand die eingebaut
und einen besseren "Sound" festgestellt???

Ich meine, es ist schwer, so etwas zu beurteilen, weil man den Verstärker vorher/nachher nicht direkt im Vergleich hören
kann und weil es umstritten ist, ob ein Einfluß auf die Audio-Nf überhaupt spürbar ist, da durch die Elkos keine NF geht.

Wie sind Eure Meinungen, Erfahrungen?

+Alle Elkos im MC/MM-Phonoverstärker außer C539 haben noch mindestens Nennkapazität, sind also von gar nicht so schlechter Qualität.
C539 hing direkt an der 48V Überspannung und wurde deshalb geschädigt und mußte gewechselt werden.

- Überprüfung der Platine auf Verfärbungen -> Überhitzungen:
+Unter T804/T801
+Unter T806
+Unter R604

*Alle T´s wurden gewechselt, R604 habe ich durch Zementblock 5W 2,2K (Wert unkritisch) ersetzt und nach oben verlagert (siehe Handybild).

Bild

*Ruhestrom war auf ~46/54mV eingestellt, wurde auf ~20mV reduziert, doch frage ich mich, ob der A2 nicht bewußt vom Werk auf 50mV eingestellt wurde?

*A2 spielt wieder, die dicken Elkos und noch ein paar Kühlkörper füge ich hinzu, sobald ich Eure Meinungen gelesen habe...

_________________
Mit :-) Gruß Christian


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 Betreff des Beitrags: Mundorf-Elkos
BeitragVerfasst: 25.04.2012, 21:07 
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Hallo Christian,

ich habe in einem - von drei - meiner A2 die Mundorf verbaut. In einem zweiten sind Panasonic TSHA, beim dritten habe ich mich noch nicht entschieden. Also - um ehrlich zu sein: bei den Boxen, die ich da noch dran habe, werde ich den Unterschied nie hören! Trotzdem habe ich zu den Mundorfs gegriffen, weil ich sie einfach mal ausprobieren wollte und vor allem, weil sie bisher die einzigen sind (die ich mit diesem Wert kenne), die einen Durchmesser von nur 30 mm wie die Originalen haben. Zwar passen auch - wenn auch knapp - die 35 mm dicken TSHA, aber dann wird der Bowdenzug des record-Wahlschalters beim A2-1 von der Deckelplatte gequetscht oder zumindest unschön auf die Seite gedrängt beim A2-2. War mir den Aufpreis wert...

Soweit mal zu der Frage.

Du hast alle Transistoren gewechselt? :shock: Nicht wirklich, oder? (Edit: Nur T801-804, hm?) Falls aber doch, kannst Du mal Deine Typen in der Tabelle eintragen, die es mittlerweile auch in der Elko-Liste angefangen gibt? Hast Du Japan-Transistoren genommen (PIN-Belegung) oder Beinchen-umgefummelte BC-Typen?

Ebenfalls Gruß - Rudikar

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.04.2012, 21:19 
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Hallo Rudikar,

wie Du schon richtig angedeutet hast, habe ich mit allen T´s nur die defekten im Netzteil gemeint, also konkret T801/2SD438, T802/2SC945, T803 und T805/2SA733, T804 und T806/2SB560.
Die 801/804/806 sind etwas stärker als die BC-Typen, deshalb und weil sie noch ganz gut erhältlich sind, habe ich Japan T´s genommen.
Die Tabelle kenne ich noch nicht, muß ich noch mal in die aktuelle Tabelle nachschauen.

Ja, da muß ich Dir uneingeschränkt zustimmen, der Bowdenzug ist wichtig, wenn der erstmal einen "Knick" weg hat, wird es aufwändig und übel... :cry:

Die Mundorf dürften u.a. einen kleineren ESR haben, dies könnte bei kurzfristigen Musikimpulsen etwas mehr "Bums" bringen, allerdings wird das Netzteil (Trafo usw.) beim Auf/-Nachladen des selbigen stärker belastet. Der Einschaltstrom über dem Netzschalter wird dann auch größer sein...

Ich werde mal schauen besonders wegen der Abmessungen, welche Elkos es noch so gibt... Mundorf ist sicherlich nicht schlecht...

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Mit :-) Gruß Christian


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.04.2012, 21:46 
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Christian B. hat geschrieben:
Die Mundorf dürften u.a. einen kleineren ESR haben, dies könnte bei kurzfristigen Musikimpulsen etwas mehr "Bums" bringen, allerdings wird das Netzteil (Trafo usw.) beim Auf/-Nachladen des selbigen stärker belastet. Der Einschaltstrom über dem Netzschalter wird dann auch größer sein...

Ich werde mal schauen besonders wegen der Abmessungen, welche Elkos es noch so gibt... Mundorf ist sicherlich nicht schlecht...

Hi!

Die Unterschiede sollten minimal sein, aber das dürfte sich nicht auf den Einschaltstrom am Schalter auswirken, 10000uF sind 10000uF.

Auch ich habe lange nach einer günstigeren Alternative gesucht, leider haben die Elkohersteller aber wohl alle diese Bauform eingestellt und ich war froh das ich den Mundorf gefunden hatte.

Gruß und viel Spass weiterhin mit Deinem A2!

Uli


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BeitragVerfasst: 27.04.2012, 16:54 
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Hallo zusammmen,

schön, zu lesen, dass wieder ein A2 zum Leben erweckt wurde!

Wie man in meinem ersten post sehen kann, habe ich nichicon audio caps da reingemacht. Die passen auch sehr gut.

Ob sie allerdings "besser" klingeln? Keine Ahnung! :lol:

:beerchug:

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BeitragVerfasst: 04.09.2012, 00:38 
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Hallo A2-Fans,

habe es endlich geschafft (die letzten Urlaubstage gingen drauf) den A2 fertig zu machen.
Als Elkos hatte ich "altmodisch" welche bei einem kleinen Elektronikladen gekauft.
Abmessungen sind optimal, da gleich oder kleiner wie die originalen C´s.
An Kapazitäten habe ich folgendes gemessen:

Die 10mF/63V haben ~9,3mF und die 12mF/35V ~10,8m -> das dürfte reichen.
Letztere sind sogar niedrigerer als die 10mF/35V original, so ensteht zusätzlicher Platz für Kühlluftbewegung im Flachgehäuse.

Bild

Passen in die Platine ohne Nachbearbeitung:

Bild

Bei den hohen 10mF/63V ist oben genug Platz, daß der Bowdenzug genau fluchtend über den C gelegt werden kann, ohne vom Deckel gequetscht zu werden.
Welches Fabrikat das genau ist, steht leider nicht drauf, soll aber lt. Verkäufer Industriequali sein. Habe sie mal hier abgebildet, vielleicht erkennt jemand das Fabrikat (jeweils im Vergleich zu den alten):

Bild

Bild

Das Lautsprecherrelais habe ich durch zwei kleine hermetisch gekapselte Industrierelais, die ich hier noch liegen hatte, ersetzt, verspreche mir mehr Kanaltrennung und "ewige" Haltbarkeit.

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Am T604 habe ich mich noch verbrannt, ein kleiner Kühlkörper wurde aufgesteckt, jetzt kann man sie gerade noch gut anfassen.

Da mir nochmal ein neuer T vom Netzteil "duchgeknallt" ist, bin ich den Verdacht nicht mehr los geworden, dies hängt mit der einstigen Umstellung von 220 auf 230V zusammen.

Man könnte jetzt alle entsprechenden Bauteile, die zu knapp ausgelegt worden sind, auswechseln, doch ich wollte generell das Problem angehen und den A2 entlasten.
Der Trick, ich weiß nicht, vielleicht hat das schon mal wer gemacht, ist der, den Trafo von 220 auf 240V umzustellen.
Das geht nämlich lt. Stromlaufplan, die 5% weniger Leistung nehme ich gerne in Kauf. Also gesagt getan (auf Detailinfos verzichte ich erstmal bewußt, weil dies sorgfältig geschehen muß, um Schäden von Mensch und Gerät fernzuhalten, bei Intereese am besten PM)

Tja mein A2 läuft jetzt auf 240V gar nicht mal schlecht, klingt wie neu und ist verlustenergiesparend... :lol:

Interessant ist, daß ich nun relativ mehr Lautstärke habe, vermutlich in erster Linie wegen der neuen Lautsprecherrelais (das Originale war grottenschlecht...).
Relativ deswegen, weil ich als (Quasi-)Quadrofan einen Wega ADC2 mitlaufen habe und die Rückkanäle 3 und 4 müssen nun mehr aufgedreht werden.

Randanmerkung: Der ADC2 ist (m.M.n) eines der innovativsten Geräte, die ein deutscher Hersteller in den 70/80er gebaut hat, schade daß Braun hier nichts Gleichwertiges entwickelt hat. Zum ADC2 kann ich evtl. hier im Quadroforum mal was schreiben, da die Technik (Eimerketten-Delay mit mehreren Verzögerungslinien usw.) eine interessante Synergie zwischen Analog und Digital darstellt. 8)

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Mit :-) Gruß Christian


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BeitragVerfasst: 25.10.2012, 22:51 
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nach meiner A2 Überholung klingt der "kleine" jetzt auch ganz anders, so sauber. Sehr schon und vielen, vielen Dank für eure Berichte, die haben auf jeden Fall dabei geholfen.

:thumb:


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BeitragVerfasst: 21.04.2013, 15:53 
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Hallo liebe Braun-Gemeinde,

abschließend zu meiner A2 Revision möchte ich noch ein paar Erkenntnisse mitteilen.


-Die (dynamische) Basswiedergabe hat sich merklich verbessert,

Gründe hierfür dürften die Lautsprecherrelais und die neuen, etwas größeren Netzteilelkos sein.
Während ich vor der Revision, den A2 nur auf "Taunussound" (linear aus) laufen hatte und ich öfters das Bedürfnis hatte, Bass zu erhöhen, sieht es nun völlig anders aus, voller "Taunussound" kommt nur noch sehr selten vor.

- Bassregler auf -4 und Höhenregler auf -1 einstellen.

Es ergeben sich dann folgende Möglichkeiten, um schnell die passende Einstellung zu finden:

1.)Tone defeat aus(gerastet), Linear aus(gerastet) -> Im Bass leicht schwacher Musiktitel, Zimmerlautstärke (verwende ich gerne und häufig)

2.)Tone defeat ein, Linear aus ->Kleine Lautstärke und sehr fader Musiktitel

3.)Tone defeat ein, Linear ein ->Basslastige Titel und/oder nur bei höheren Lautstärken

4.)Tone defeat aus, Linear ein ->Musiktitel mit überzogenen Bässen(evtl. Raumresonanz) und Höhen bei hohen Lautstärken

Könnt Ihr gerne mal testen, wie es bei Euch ist...


-Vorsicht (Spannungsschlag) ebenfalls auf der Sekundärseite leistungsstarker Verstärker wie dem A2,

am Kollektor von T801 und T804 sind jeweils ca. +-55V (und an den damit verbundenen Bauteilen), berührt man z.B. beide Kollektoren gleichzeitig, fließen immerhin ca. 110V durch den Körper und das merkt man...


-Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, das gilt auch nach Arbeiten beim A2.

Mit der Software "Arta" habe ich die Frequenzgänge des A2 aufgenommen, es hat eine Weile gedauert, bis ich mich durch die Vielzahl an Möglichkeiten der Software durchgebissen hatte.
Leider bin ich auf die Idee nicht vor der Revision gekommen, doch es ist auch so eine gute Kontrolle.

Bild
Frequenzgang Preamp ohne Fehl und Tadel bis auf 50Hz Netzbrummeinstrahlung, ein Zugeständnis an die flache, kompakte Bauweise


Bild
Preamp mit Klangregelnetzwerk (Bass and Treble) aktiviert i.O.


Bild
Poweramp (Achtung höchste Gefahr für Soundkarte bei Fehlern->Rauch) i.O. nur Netzbrumm wird ebenfalls verstärkt


-Ruhestrompotis durch Spindeltrimmer ersetzt,

weil es mir keine Ruhe gelassen hat, zumal es Berichte über Dual-Verstärker gibt, wo die normalen Potis auseinandergefallen sind und die Endstufe gekillt haben, Dual-Bauteile sind ja bei den Braungeräten hier und da zu finden...
Wichtig ist, vor dem Einsetzen die Spindeltrimmer auf etwa den gleichen Wert wie die alten Potis zu stellen, sonst könnte es zu lange Dauern nach dem Einschalten beim Justieren und Bauteile werden schnell geschädigt ...

Bild
Das Blaue ist der Spindeltrimmer


-Geteiltes Leid := halbes Leid,

mit der starken Erwärmung von T831 (u.a. zuständig für die Stromversorgung der LED-Peak-Anzeige) trotz Kühlkörper und 240V-Betrieb war ich noch nicht zufrieden,
also wurde R 853 so modifiziert, daß weniger Spannung über T831 abfällt, ein neuer 2W Widerstand ist ausreichend bemessen, R 853 zieht jetzt ca. 1W vom T831 ab, der nun "kühler" bleibt.

Bild
Brauner Widerstand schwebend für T831- Entlastung


Das war es erst einmal von meiner Seite zum A2....

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 Betreff des Beitrags: A2- Revision
BeitragVerfasst: 23.06.2013, 15:42 
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Hallo Forum,

anhängend mal wieder ein kurzer Bericht einer A2-"Erweckung": Es kam ein graues /2-Modell auf den Tisch, weil ich mal wieder die Finger nicht stillhalten konnte. Insbesondere der gute äußere Zustand war ein Auslöser. Der Verkäufer wies bereits darauf hin, dass "der Ton verzerrt ist, das Display funktioniert nicht richtig".

In der Tat stand die Clipping Anzeige beim Einschalten gleich auf rot. Also habe ich nicht lang mit weiterem Messen gefackelt und ihn aufgemacht. In der Spannungsversorgung dieses Bild:

Bild

Nur das Wechseln dieser drei Elkos: C817, C818 und C822 brachte ihn zurück in die Spur! Schnelles Erfolsgerlebnis?

Na - gemach... die Tonverzerrung. Befund hier: Auf der Endstufen-Transistor-Leiterplatte waren C637 und C638 (10µF) vollkommen platt. War das alles? Nein - immer noch nicht ganz. Wieder war ein Emitter-Widerstand durch - R661d. Aha - und der Sanken daneben war bereits einmal getauscht worden: T624B (2SA1303) - Da hat wohl jemand den Widerstand vergessen... Jedenfalls stelle ich dieses Mal eine ander Lösung vor als beim letzten Mal. Über Ebay fand ich bereits damals auch einzelne 0,22 Ohm. Mit ein bisschen Füße biegen habe ich sie ziemlich einfach hintereinander versetzt einbauen können - gerade, und nicht schräg wie noch auf dem folgenden Bild:

Bild

Bild

Mir gefällt diese Lösung fast noch besser.

So - nun war immer noch nicht alles gut. Bereits wie beim letzten Mal stimmten einige Spannungswerte nicht auf dem gleichen Kanal - der Offset ließ sich nicht richtig einstellen. Aber nachdem ich das Poti R610 ebenfalls getauscht hatte - war endlich alles in Ordnung.

Dass ich natürlich am Ende doch wieder alle Elkos gewechselt habe... war ja irgendwie klar, oder?

Oh - nur eine Sache werde ich wohl nicht hinbekommen. Auf der linken Clipping- Anzeige steigen drei Diodenpaare im oberen Bereich aus. Die Dioden werden aber heile sein, weil das erste Paar bei geringerer Lautstärke noch flackert wie es soll. Dieses geht dann aber aus, wenn die Lautstärke höher gedreht wird. Ich vermute also einen defekten IR2431 (12-Dot LED Display Driver) - denn eine andere Platine funktioniert einwandfrei. Ich nehme an - diese verbergen sich unter die schwarzen Verguss-Punkten oben links und rechts? (Elkos, Widerstände und Dioden habe ich alle geprüft.)

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Das hat vermutlich noch keiner gewechselt, oder? Habe im Forum jedenfalls dazu nichts gefunden. Ja, wenn also aus einem Schrottgerät jemand so eine A2-Clipping-Platine mal irgendwann abzugeben hat...

Herzlicher Gruß - Rüdiger

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teils mehrfach und in Betrieb: alle atelier-Komponenten (außer P1, R1, C1, T1) sowie A301, A501, TS501, CEV520, LS150, M12, M10, RM7, RM6, RM5, CM5, LTV
Aktuelle "Projekte": CD5, PA4, RM5-Frequenzweichen und immer wieder R2


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BeitragVerfasst: 24.06.2013, 08:33 
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Moin,

das ist leider nicht so einfach mit diesen Anzeigen. Die Ansteuerung ist wie Du vermutest unter den Vergüssen. Die LEDs sind unter den Plastikabdeckungen der Anzeigen verborgen und da hat doch Uli schon mal was gemacht. Frank Harder und ich wollten die Platinen mal nachfertigen. Ist leider bei dem Wunsch geblieben und was meine Augen und den Rest angeht, so wird es bei mir auch beim Wunsch bleiben.


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BeitragVerfasst: 24.06.2013, 09:16 
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Friedel hat geschrieben:
Die LEDs sind unter den Plastikabdeckungen der Anzeigen verborgen und da hat doch Uli schon mal was gemacht.
Moin!
Ja, die LED´s lassen sich tauschen, sind aber selten kaputt. SMD zu löten ist nicht jedermanns Sache... hier der Bericht, ich hatte das mal bei einer CD3 Toblerone gemacht: http://www.braun-hifi-forum.de/viewtopi ... hlight=smd

Ein Schlacht A2? Wer hat den denn... also, ich würde keine Anzeigeplatine abgeben wenn ich eine hätte.
Eine Neuproduktion wäre hier nicht schlecht, mit einem Atmelprozessor sicher auch kein großer Akt das zu bewerkstelligen aber es ist Zeitaufwendig und nicht mal eben endwickelt (Platine, Hard- & Software). Alles müsste in SMD gemacht werden und die SMD LED's (0603) werden auf so engen Raum echt fisselig zu löten:
Bild

Gruß... Uli


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