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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 13:19 
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Jungspund
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Hallo zusammen,

ich habe mir vor zwei Jahren neben einigen anderen Geräten auch einen A2 (erste Serie mit separatem MM/MC) zugelegt. Der war damals nicht funktionstüchtig, ich habe ihn dann mit Hilfe der Schaltpläne und meinem Verstärker-Grundwissen revisioniert. In dem Zuge habe ich alle größeren Elkos, vor allem natürlich die großen Sieb-Elkos, aber auch die "kleinen" Leistungstransistoren (also die 2SB/SD...) ausgetauscht, die Schalter gereinigt usw.

Der Verstärker hat dann zwei Jahre recht tadellos gespielt, mit Ausnahme, dass es am Relais immer mal wieder schlechten Kontakt gab, was nach Aus- und Einschalten des Verstärkers aber meist behoben war.

Angeschlossen ist ein T2, ein C4, ein CD4 und ein P3.

Nun habe ich gestern, weil ich den Plattenspieler reinigen wollte, diesen abklemmen wollen und dabei ist folgendes passiert (ich muss jetzt zu meiner Schande gestehen, dass ich den Verstärker nicht ausgeschaltet hatte, wie sagt man so schön: "kleine Fehler bestraft...."): Ich habe zunächst die beiden Cinch-Stecker abgezogen und wollte dann das Massekabel vom Gehäuse abschrauben, dabei bin ich einerseits wohl mit dem Plus des Cinch-Kabels an die Masse von der Buchse gekommen und gleichzeitig hat sich auch das Massekabel so verdreht, dass es ebenfalls den Masse-Pol der Cinch Buchse berührt hat. Jedenfalls hat es dann einen Funken am Cinch-Stecker gegeben und der Verstärker selbst hat recht furchtbare Geräusche gemacht (Tuner war eingeschaltet und hat gespielt). Ich hab dann sofort alles abgeschaltet und bin davon ausgegangen, dass er jetzt komplett hin ist.

Hab ihn dann wieder eingeschaltet, habe aber nur ein immer lauter werdendes, irgendwie pumpendes Geräusch aus den Lautsprechern gehört.

Also den A2 aufgeschraubt und erst mal rein optisch nach möglichen Schäden (abgerauchte Transistoren o.ä. gesucht), aber nichts gefunden. Der Geruchstest ergab allerdings direkt über der Filter-Platine schon einen etwas strengen Geruch nach thermisch belasteten Bauteilen. Gesehen hab ich aber nichts, auch keine Schwärzung usw.

Ich hab dann Vor und Endstufe aufgetrennt und versucht einzugrenzen, wo der Fehler liegen könnte. Hab den Verstärker wieder eingeschaltet, Kopfhörer und ein Handy über Klinke an AUX angschlossen und konnte auch Musik hören. Dann hab ich das ganze mit dem Vorverstärker probiert, allerdings erst ohne angeschlossene Quelle. Es gab soweit zumindest keine auffälligen Geräusche bei allen hochohmigen Eingängen Aux, Tape1/2 und Tuner. Im MC Mode jedoch hat es weiterhin ab einer gewissen Lautstärke ein pumpendes Geräusch gemacht, was sich dann aufgeschaukelt hat, so dass ich die Quelle umschalten musste, um keine weiteren Schäden zu riskieren.

Ich habe dann alle in Frage kommenden aktiven Bauteile im Phono-Teil und im Vor/Endverstärker mit dem Diodenprüfer durchgemessen (im eingebauten Zustand), ob es irgendwo einen Durchgang gibt, also ein Kurzschluss. Konnte aber an den FETs nirgendwo einen untypischen Wert feststellen. Alle scheinen normal zu sein, zumindest im Vergleich zwischen MM und MC. Auch die OPs in der Phono-MC Stufe liefern die gleichen Messwerte wie in der MM-Stufe mit einer Ausnahme, von Pin 4 auf Pin 8, also parallel zu dem 150k Widerstand dort gibts in einem Kanal mit dem Diodenprüfer einen Wert von 0.995, während auf dem anderen Kanal und auch auf beiden MM Kanälen ein "unendlich" angezeigt wird. Alles natürlich im ausgeschalteten Zustand.

Ich hab dann trotzdem den Verstärker wieder an die Boxen und den Tuner sowie den P3 angeschlossen.
Interessanterweise spielte der Verstärker dann wieder beide Quellen, es gab keine hörbaren Verzerrungen und auch keine knackser oder anderere nicht erwünschten Geräusche.

Aber: Die Balance-Regelung funktioniert nicht korrekt, ich kann die Balance zwar verschieben, aber nur bis ca. 50% in beide Richtungen, d.h, auch bei maximaler Poti-Stellung spielt der jeweils andere Kanal noch mit der halben lautstärke. Und dazu passt auch, dass wenn ich eine Quelle auswähle und an einem anderen Eingang spielt eine andere Quelle, so höre ich die spielende Quelle auch auf allen anderen Quellen-Einstellungen, nicht sehr laut und nicht regelbar in der Lautstärke aber so laut, wie beim Balance-Regler.
Wenn ich dann die spielende Quelle anwähle, kann ich dort die Lautstärke regeln und auch aufdrehen, aber ich kann sie nicht ganz auf Null stellen, ab einem bestimmten WErt (ca. 9 Uhr auf dem Poti) wird es nicht mehr leiser, auch hier bleibt es genauso laut, wie wenn ich die Quelle umschalte. Es erfolgt also immer eine Mindestverstärkung, egal, ob ich Lautstärke auf Null stelle oder Quelle umschalte.

Der P3 am MC funktioniert übrigens auch, es gibt kein Pumpen, wenn eine Quelle angeschlossen ist, sehr wohl aber, wenn ich keine Quelle am MC angeschlossen hab. Am MM ist alles unaufällig, auch da spielt er, das Pumpen gibts aber nicht, wenn keine Quelle angeschlossen ist.

Nun meine Fragen an die Spezialisten: In welchem Verstärker-Bereich muss ich das Problem suchen? Filter? Vorverstärker, würde ich ja meinen, denn da wurde des Problem ja auch produziert...
Wie kann dieses Überspielen zwischen den Kanälen überhaupt technisch/elektronisch passieren? Es gibt doch quasi eine Trennung zwischen den Vorverstärker-Sektionen, da sollte doch ein Übersprechen so gar nicht möglich sein, oder kann es da irgendwie eine Rückkopplung geben?

Auf der Regler-Platine mit dem Balance-Regler usw. gibts ja keine aktiven Bauteile bis auf ein kleines IC. Kann dort das Problem liegen?

Und natürlich auch: Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass es eine Art Kurzschluss am MC Eingang gibt? Wo kommt die doch scheinbar recht hohe Spannung her? Zumindest muss es zwischen Gehäuse und Minus des Cinch-Eingangs einen heftigen Potentialunterschied gegeben haben.

Bin für alle Tipps dankbar, auch wo ich mit meinen Messungen ansetzen soll. Stromlaufplan hab ich natürlich, aber ich möchte ungern irgendwelche Bauteile wo auslöten, wenn ich nicht weiß, wo der Fehler wahrscheinlich zu suchen ist.

Vielen Dank schon mal und Grüße aus Wien,
Markus


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 14:59 
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Hallo Markus,gibt bestimmt Leute hier,die sich mit dem A2 besser auskennen,aber als erstes mal die Frage:Mono Taste gedrückt?.Dann würde ich das Signal nur in L oder R einspeisen,Dann könntest du leichter ein evtl.defektes Bauteil eingrenzen.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 15:12 
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Hallo Gerhard,

danke für den Hinweis, die Monotaste hat grundsätzlich auch noch ihre Funktion, dadurch ändert sich das Verhalten allerdings nicht, d.h. das Problem mit der nicht auf Null regelbaren Lautstärke bleibt bestehen. Daher glaub ich eher, dass es in kanalübergreifendes Problem ist.
Vor allem wundert mich das Übersprechen aus den anderen Eingängen, die werden ja schließlich noch vor der Endstufe komplett durch die Eingangswahlschalter elektrisch voneinander getrennt werden... das versteh ich einfach nicht...

ich probier das mit der kanalgetrennten Zuspielung aber noch mal, um sicher zu gehen, dass dort keine Wechselwirkung entsteht.

Gruß,
Markus


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 16:50 
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Hallo Markus,statische Spannungen sind am MC Eingang schon gefährlich,denn der ist ja auf hohe Spannungsverstärkung ausgelegt.Ich vermute mal,dass du dir das IC mit den abweichenden Werten geschossen hast.Das erklärt allerdings nicht das Übersprechen,da hätte ich das IC901 im Verdacht,das ja beide Kanäle verstärkt.Ich würde auch mal die Spannungen, die im Schaltplan angegeben sind checken.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 17:27 
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Hallo Markus,

nur zum Verständnis: Du hast den Vor- und Endverstärker aufgetrennt, ein Handy an AUX angeschlossen und über Kopfhörer Musik gehört? Das geht an sich nicht, weil die Kopfhörerbuchse am Endverstärker angeschlossen ist. Oder verstehe ich etwas falsch?
Und ohne den Spezialisten vorzugreifen, vermute ich eine elektrostatische Entladung, die ein oder mehrere IC's dahingerafft hat.

Gruß Udo


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 22:29 
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Meine Meinung über diese laienhaften Reparaturversuche sind hier ja hinreichend bekannt. Ich habe hier auch schon genug Schelte deswegen eingefangen. Allerdings fühle ich mich mal wieder bestätigt, wenn ich das hier lese. Alle User hier können lediglich im Kaffeesatz lesen, denn der Fehler ist selber eingebaut. Der einzige, der eine Chance hat, den Fehler zu finden, ist mschneebeck selber. Nicht, weil ich es ihm von der Reparaturerfahrung zutraue, sondern, weil er das Gerät vor sich hat. Alle anderen lesen hier höchstens in ihrer Glaskugel.


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BeitragVerfasst: 12.06.2017, 23:52 
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ütronics hat geschrieben:
Hallo Markus,

nur zum Verständnis: Du hast den Vor- und Endverstärker aufgetrennt, ein Handy an AUX angeschlossen und über Kopfhörer Musik gehört? Das geht an sich nicht, weil die Kopfhörerbuchse am Endverstärker angeschlossen ist. Oder verstehe ich etwas falsch?
Und ohne den Spezialisten vorzugreifen, vermute ich eine elektrostatische Entladung, die ein oder mehrere IC's dahingerafft hat.

Gruß Udo


Erst mal danke ich allen, die trotz meiner laienhaften Herangehensweise versuchen, mir zu helfen! :-)
Bzgl. deiner Frage, da hab ich mich missverständlich ausgedrückt! Ich habe die Quelle am Eingang des Endverstärkers angeschlossen und dann ganz normal die Musik gehört, lautstärkegerelt mit dem Handy halt. Daraufhin hab ich die Brücken wieder eingebaut und dann den Aux-Kanal und alle anderen Eingänge durchprobiert! Sorry für die missverständliche Ausdrucksweise! :-)

Ich habe jetzt weitergemessen und irgendwie wird die Sache noch viel dubioser. Zunächst mal scheint sich das Verhalten des Verstärkers mit derZeit wieder zu bessern. Ich habe jetzt kein Übersprechen mehr zwischen den Eingangsquellen, auch das Balance-Poti regelt jetzt jeden Kanal wieder nahezu auf null.
Was trotzdem noch bleibt, ist dass ich mit dem Lautstärkepoti den Verstärker nicht auf "kein Ton" stellen kann, auf der Stellung Anschlag ganz links höre ich immer noch deutlich Musik, zwar nur noch, wenn auch der angeschlossene Kanal ausgewält ist, aber dafür dort recht deutlich.

Ich habe dann zunächst mal die Arbeitsspannung laut Service-Handbuch überprüft. Für den einen Kanal lässt sich die am 0,22Ohm Doppelwiderstand wunderbar messen und auch mit R610a problemlos auf 15mV einstellen (war allerdings bei ca. 60mv). Auf dem anderen Kanal jedoch fällt am Doppelwiderstand keine Spannung ab, d.h., das Multimeter zeigt 0.000 mV an. Und wenn ich das Poti R610b justiere ändert sich an den 0.0 mV gar nichts. Ich kann aber direkt am Poti die Spannung abnehmen (150 mV) und auch an beiden Kanälen gleich einstellen. Den Widerstand hab ich gemessen, er zeigt 0,2Ohm an. Mir ist schon klar, dass ich jetzt auf der Endverstärker-Seite bin, trotzdem wollte ich irgendwo mit dem Messen beginnen und bin gleich an dieser Stelle auf eine nicht erklärliche Abweichung gestoßen. Ich höre aber trotzdem auf beiden Kanälen in Stereo Musik!? Das erschließt sich mir nicht ganz. Ich habe alle Leistungstransistoren (im eingebauten Zustand) nochmals auf ihren Durchgang gemessen und alle zeigen die gleichen Werte/Verhalten. Mit dem Dioden-Prüfgerät in die eine Richtung Sperre, in die andere Richtung einen definierten Wert (ca. 450 bei allen gleich).
Wenn ich mir wirklich diverse IC oder Transistoren geschossen hätte, dann würde der Verstärker doch so nicht mehr funktionieren!? Für mich ist das alles nicht logisch. Ich bin mir sicher, dass irgendetwas hinüber ist, nur sieht es mir eher nach einem passiven denn nach einem aktiven Bauteil aus. Und wenn es ein aktives Teil ist, muss ich trotzdem wissen, wo ich da anfangen sollte zu suchen/zu messen. Die Braun-Unterlagen geben ja leider bzgl. Messpunkten nicht so sehr viel her, die Versorgungsspannungen und die Arbeitsspannung für die Endstufe ist drin, aber sonst ja nichts, was ich hier überprüfen könnte.

Ich bin sicher kein Profi, beschäftige mich aber seit ca 40 Jahren mit Hifi und genauso lange repariere ich für meinen Heimbedarf auch meine eigenen, meist minder komplexe Hifi Geräte (z.B. B&O), Braun ist da natürlich schon etwas komplexer, aber der A2 ist ja recht klar aufgebaut und für mich zumindest im groben nachvollziehbar. Ich gehe nicht studiermäßig vor, sondern eher schrittweise dem Signalweg folgend, kann aber einen Fehler durchaus eingrenzen, wenn ich weiß, wo ich mit dem Grenzen ziehen anfangen muss, sonst hätte ich den Verstärker ja vor zwei Jahren nicht auch wieder zum Leben erwecken können. Mein Ansinnen ist es halt, den Fehler selbst zu finden, deshalb setz ich mich ja mit den Dingern auseinander. Weggeben kann ich ihn natürlich, aber dabei lerne ich nichts. ;-) Und derjenige, der ihn dann repariert kann ja auch nur nach einem bestimmten Schema vorgehen, und den Fehler versuchen einzugrenzen. Und genau da bräuchte ich jetzt eine kurze Starthilfe, also an welcher Stelle ich anfangen soll zu suchen. Die Arbeitspunkt-Problematik ist ja wahrscheinlich auch nur ein Folgeproblem von der wirklichen Ursache.

Der MC Eingang macht übrigens immer noch diese pumpenden Entladungsgeräusche wenn keine Quelle angeschlossen ist und ich den Lautstärkeregler auf ca. 11 Uhr stelle. Weiß aber auch z.B. nicht, ob das jetzt bei einem offenen Gerät normal ist und dort einfach Störspannungen eingefangen werden, die bei dem MC Eingang ja recht hoch verstärkt werden.

Danke für weitere Tipps und Gruß,

Markus


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 07:04 
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Hallo Markus,schön dass es wieder läuft.Man kann jetzt natürlich philosophieren,darf der MC Eingang ohne angeschlossenes Gerät atmen oder Pulsieren?,Lassen wir ihm doch den Spass.Wir wollen ja Musik hören mit dem Teil.Was die Endstufe angeht,da kann man nur vermuten,dass es sich um einen Messfehler handelt,denn sie funktioniert ja offensichtlich.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 08:43 
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Eine Endstufe kann auch funktionieren mit DC Offset 0V. Die Frage ist, wie warm sie wird und ob sie noch klingt. In der Regel steigt der Klirrfaktor sprunghaft an. Der beschriebene Ablauf, der zum Fehler führte, kann man mit einem Überspannungsschaden vergleichen. Den aus der Ferne zu diagnostizieren halte ich für relativ aussichtslos.


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 08:50 
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Hallo Gerhard,

hmm, aber so richtig ist das alles noch nicht. Denn das Übersprechen ist immer noch deutlich und vor allem dass ich die Lautstärke nicht auf Null stellen kann, ist definitv nicht richtig. Ungefähr ab Stellung 9 Uhr bleibt die Lautstärke gleich. In dem Bereich ist aber dann eine Klangregelung nicht mehr möglich (also der klang ist eher dumpf und wenn ich die Höhen dann reindrehe, passiert da nichts), d.h. ja, dass da direkt von der Eingangsquelle an der Filter- und Steller-Schaltung vorbei ein Signal zur Endstufe kommt, oder? Und mit einer Quelle, die eine höhere Ausgansspannung hat wie Tuner oder CD Player ist das mehr als deutlich hörbar, eigentlich fast Zimmerlautstärke, nur eben dumpfer. Wenn ich dann die Lautstärke hoch regle merkt man, wie ab ca. 10 Uhr die Schaltungen eine Wirkung zeigen. Da hat's was, was ich so nicht lassen möchte. Die Pegelanzeige arbeitet dann übrigens auch noch, die ersten 3 LED leuchten auf jeden Fall auch noch in der Null-Stellung des Lautstärkereglers.

Der Handy-Kopfhörerausgang hat ja eine recht geringe Leistung, der Kopfhörerausgang vom A1 mit dem entsprechenden KH auch. Dadurch hab ich das beim Testen am Arbeitstisch nicht so gehört. Es war natürlich vorher nicht. Und auch der fehlende Spannungsabfall am 0.22Ohm Widerstand ist sicher kein Messfehler. Ich habs ca. 10 x nachgemessen, an verschiedenen Stellen.

Dieses Phänomen müsste doch jemandem bekannt vorkommen, also, dass da ein Signal an allen Regelstufen vorbei bis zur Endstufe anliegt... Wo kann ich da anfangen? Macht es Sinn auf Verdacht die OPs (NJM) auf der Stellerplatine und Filterplatine auszutauschen? Wenn ja, was sind da die passenden Ersatztypen?


Zuletzt geändert von mschneebeck am 13.06.2017, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 08:52 
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Friedel hat geschrieben:
Eine Endstufe kann auch funktionieren mit DC Offset 0V. Die Frage ist, wie warm sie wird und ob sie noch klingt. In der Regel steigt der Klirrfaktor sprunghaft an. Der beschriebene Ablauf, der zum Fehler führte, kann man mit einem Überspannungsschaden vergleichen. Den aus der Ferne zu diagnostizieren halte ich für relativ aussichtslos.


Dass der Klang schlechter geworden ist, meine ich auch. Es verzerrt noch nicht, aber wirklich sauber klingt er im Moment nicht.
Und ich würde mich ja gerne selbst zur Diagnose bemächtigen, dazu bräuchte ich halt nur einen Tipp, von welcher Seite ich mich mit Messungen annähern soll. Ich erwarte ja gar nicht, dass mir jemand sagt, was kaputt ist... ;-)
Wo wird denn der DC Ruhestrom erzeugt? So ganz schlau werd ich aus dem Schaltbild dazu nicht. Wobei das glaub ich auch eine zweite Baustelle ist (ist nicht ausgeschlossen, dass das vor dem jetzigen ÜBerspannungsfehler auch schon war)...


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 09:04 
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Hallo Markus,Friedel hats auf den Punkt gebracht,aus der Ferne kann dir in dem Fall keiner helfen.Da bräuchte es als erstes entsprechende Messmittel,wie Signalgenerator und Oszi.Dann hilft nur schrittweises logisches Vorgehen.Ich meine Uli hätte sich mit den OP Amps mal eingehend beschäftigt,schau da mal nach.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 09:13 
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gecko10 hat geschrieben:
Hallo Markus,Friedel hats auf den Punkt gebracht,aus der Ferne kann dir in dem Fall keiner helfen.Da bräuchte es als erstes entsprechende Messmittel,wie Signalgenerator und Oszi.Dann hilft nur schrittweises logisches Vorgehen.Ich meine Uli hätte sich mit den OP Amps mal eingehend beschäftigt,schau da mal nach.
Gruss
Gerhard


Okay, danke, Oszi hab ich, Generator nicht. Ich mach mich mal auf die Suche nach dem Thread über die OP Amps...


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 15:42 
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Um zu überprüfen, ob es an den aktiven oder passiven Bauelementen liegt, könntest du mal die IC's vom Signalweg und der Stromversorgung trennen.
Vom MM/MC Vorverstäker trennst du die Widerstände R 534, 543 sowie R 542, 544.
Dann überbrückst du den Filter- und Klangregelbaustein durch auslöten der Widerstände 903a und b. Und von diesem Punkt aus gehst du direkt an die Cinchbuchsen des Endverstärkers (Main In, Gabelbrücken entfernt).

Alle Angaben ohne Gewähr :wink:
Udo


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 16:43 
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Servus Markus,
nun schau ich auch mal in die Glaskugel... :zwink:

Aber immer erst einmal der Reihe nach, und das heißt als aller-erstes:
Herzlich Willkommen im Forum!!
Es ist schön, einen weiteren "Selbst"-Löter in unseren Reihen zu haben.
Auch Deine Hartnäckigkeit solltest Du Dir behalten.

Noch einmal der Hinweis:
Alle Posts mit Ratschlägen und dergleichen in diesem Forum sind nicht als 1:1-Anleitungen zu sehen. Alle Angaben sind ohne Gewähr, und auf Grundlage dieser Posts durchgeführte Arbeiten geschehen auf das Risiko einzig und allein dessen, der den Lötkolben oder das Messgerät oder sonstiges Werkzeug in der Hand hält.

Auf der einen Seite haben Gerhard, Udo und Friedel allesamt Recht: Es ist schwierig bis unmöglich, quasi mit verbundenen Augen und Ohren die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Aber es gibt ja durchaus etwas/einiges auf der anderen, der "Haben"-Seite:
Das Wissen, dass es ein Überspannungsschaden ist, und die diversen Effekte.
1) Lautstärkeregelung nicht auf Null möglich
Getreu meinem Motto - "meistens ist es was Mechanisches" - würde ich mir als erstes das Lautstärkepoti R902 anschauen (mechanisch :wink: und von den Werten)
- offensichtlich kann der Widerstand einen bestimmten Wert (den bei "9 Uhr") nicht überschreiten.
Wenn das i.O. ist,
- wären die Widerstände und Kondensatoren im Umfeld dran (R904-906a/b, C902a/b, vielleicht auch C921); sind die auch i.O.,
- müsste es dann wohl irgendwo für das Signal einen "Bypass" um das Lautstärkepoti drumherum geben... Wo kann das sein? -> Schaltplan zu Rate ziehen

2) "Ruhestrom" / Arbeitsspannung / DC Offset
Tausch doch mal die Potis links / rechts oder - viel besser! - bau Dir Spindeltrimmer ein, wie von Friedel empfohlen (siehe seine A2-Revision, aber auch die von Vinylfan).
Bei der Gelegenheit: Nix für ungut, bist Du Dir sicher, dass Du bei der Widerstandsmessung keinen [systematischen] Fehler gemacht hast? Z. B. das Umfeld mitgemessen... :oops: ? Wie gesagt, nix für ungut - aber wir haben hier im Forum schon tolle Dinge erlebt (und ich selbst bei mir auch... :wall: )

3) Was wurde beschädigt oder gar zerschossen?
Dazu hat Udo eben eine Hilfestellung gepostet.

Genug aus der Glaskugel - bin gerade in Urlaub und einige -zig Kilometer von meinem A2 und dem Schaltplan wech...

Eins noch: Bitte nimm Dir eine Sache nach der anderen vor, sei es Fehler oder Macke, und versuche nicht alle Mißstände gleichzeitig zu beheben / in den Griff zu bekommen. Das wird/würde nix.

Viel Erfolg!
Gruß, Gereon

_________________
...meistens ist es was Mechanisches...
- wenn es nicht will, wende Gewalt an;
geht es kaputt, hätte es eh gewechselt werden müssen... :wink:


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 17:19 
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Danke Udo und Gereon,

für's willkommen heißen und vor allem für ein paar Hinweise, wo ich konkret ansetzen kann! :-)
Dass das LS Poti irgendwas durch die Überspannung mitbekommen haben könnte, hab ich bisher nicht in Betracht gezogen, aber ausszuschließen ist es natürlich nicht. Vorher jedenfalls hat es tadellos funktioniert... werde ich sicherheitshalber durchmessen!

Dass es allerdings einen Bypass am LS-Poti grundsätzlich gibt, dagegen spricht, dass in dem Bereich, wo es nicht mehr auf Null geht, der Klang wesentlich verändert ist. Es ist dumpfer und die Klangregler haben im Bereich von 7-9 Uhr keinerlei Wirkung, erst ab der Stellung, wo dann die Lautstärke vom Plateau wieder ansteigt, ist auch die Klangreglung aktiv. Das spricht doch eigentlich dafür, dass der Bypass erst später passiert, oder? Weil wenn es direkt am LS Poti wäre, dann würde auch das dort bygepasste Signal ja noch durch die Klangregelung laufen und wäre modulierbar. Somit fällt das LS Poti m.E. raus, es sei denn, es gibt dort auch eine Abkürzung an der Klangregelstufe vorbei. Die ganzen anderen Filter-Einstellungen wie Subsonic usw. und natürlich der Balance-Regler haben zw. 7 und 9 Uhr übrigens auch keine Wirkung.

Bei der Ruhestrommessung bin ich mir übrigens recht sicher (100% geht ja nicht ;-), wobei ich aus dem Service-Plan nicht ganz schlau geworden bin, weil im Stromlaufplan steht 20mv, im Service-Plan steht 15mv und dann stehen da zwei verschiedene Widerstände 661 und 621, die aber ganz woanders liegen. und was genau bedeuten die Buchstaben dahinter? Da gibt es ja teilweise nur a und b, kein d z.B.

Grüße,
Markus


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 19:38 
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Hallo Markus,

zum Ruhestrom haben sich hier im Forum schon mehrere geäußert. Hilfreich könnte diese Ausführung sein:

"In der Serviceanleitung ist wohl ein Tippfehler: Gemeint sein dürfte Messung zwischen R661 a+c (bei Einstellung an R610a), und entsprechend Messung an R661 b+d (bei Einstellung an R610b).
R661 sind jeweils gepaarte Widerstände im Keramikgehäuse (bei meinem A2 im weißen Gehäuse). Liegen waagerecht zwischen den Transistoren auf dem großen Kühlkörper. An den Widerständen selbst lässt sich schlecht messen, aber an die Emitter der beiden benachbarten Transistoren, oder an die Anschlussleitungen LV/b,d bzw. LV/l,n kommt man heran. Der Schaltplan zeigt die direkte Verbindung."

Und ob 15 oder 20 mV ist nicht entscheidend.
Die Buchstaben a und b stehen für den linken bzw. rechten Kanal. Bei einem Quadrophonieverstärker würde es wohl auch die Buchstaben c und d geben :lol:

Gruß Udo


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BeitragVerfasst: 13.06.2017, 21:17 
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ütronics hat geschrieben:
Hallo Markus,

zum Ruhestrom haben sich hier im Forum schon mehrere geäußert. Hilfreich könnte diese Ausführung sein:

"In der Serviceanleitung ist wohl ein Tippfehler: Gemeint sein dürfte Messung zwischen R661 a+c (bei Einstellung an R610a), und entsprechend Messung an R661 b+d (bei Einstellung an R610b).
R661 sind jeweils gepaarte Widerstände im Keramikgehäuse (bei meinem A2 im weißen Gehäuse). Liegen waagerecht zwischen den Transistoren auf dem großen Kühlkörper. An den Widerständen selbst lässt sich schlecht messen, aber an die Emitter der beiden benachbarten Transistoren, oder an die Anschlussleitungen LV/b,d bzw. LV/l,n kommt man heran. Der Schaltplan zeigt die direkte Verbindung."

Und ob 15 oder 20 mV ist nicht entscheidend.
Die Buchstaben a und b stehen für den linken bzw. rechten Kanal. Bei einem Quadrophonieverstärker würde es wohl auch die Buchstaben c und d geben :lol:

Gruß Udo


Ja, genauso hab ich mir es auch gedacht, anders würde es auch einfach keinen Sinn machen. An den Anschlussleitungen hab ich auch gemessen, daher bin ich mir auch sicher, mich nicht vermessen zu haben. Im linken Kanal (also wenn ich von hinten auf den A2 schaue), ist definitiv der Ruhestrom 0V, egal wie ich das Poti aufdrehe. Das Poti selbst ist in Ordnung, an ihm fällt auch eine veränderliche Spannung ab, je nach dem, wie ich es justiere.

Ich werd trotzdem erst mal den Vorverstärker-Fehler finden müssen, denn wer weiß, dann werd ich mich an den Endverstärker machen. Ersteres ist glaub ich das größere Problem. Werde mich da an deine Vorschläge halten und dann mal berichten!


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BeitragVerfasst: 14.06.2017, 08:55 
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Noch ein kleiner Nachtrag bzgl. Ruhestrom: Die Widerstände am Steller-Poti für den Kanal, an dem die 0V liegen (also R611, 614, 615) werden recht schnell sehr heiß, somit fließt da definitiv der Strom, wo er nicht fließen sollte (auf dem anderen Kanal werden sie nur angenehm warm). Kann es sein, dass da z.B. der Kondensator C611 einen Schaden hat? Oder eher der C607?
Was ich im Schaltbild nicht verstehe ist die Rolle bzw. Darstellung von R637, der endet im "Nirgendwo" einfach mit einem Pfeil, ich nehme mal an, das ist einfach nur ein Prüfpunkt?


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BeitragVerfasst: 14.06.2017, 10:33 
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Das hört sich nicht gut an. Die Widerstände dürften an sich nicht heiß werden. Das Einstellpoti ist für eine solche Last nicht ausgelegt.
Hast du mal den Gleichstrom am Lautsprecherausgang gemessen. Bei dem Schaltungskonzept dürfte da kein Gleichstrom vorhanden sein.
Wenn ja, darfts du dich bei dem Endstufenkanal auf die Fehlersuche begeben.
Noch ein Tipp: Wenn du die Vorstufe kontollieren willst, kannst du auch direkt an dem Vorverstärkerausgang (pre out) einen hochohmigen (!) Kopfhörer anschließen.
Viel Erfolg
Udo


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BeitragVerfasst: 14.06.2017, 12:02 
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Jungspund
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Danke für den Tipp, werd das mal zu Beginn machen!

Noch eine Frage bezgl. der OPs: Welche Ersatztypen, die man z.B. auch beim Conrad bekommt kann man denn anstatt der NJM4560 und 4562 verwenden? Das Internet ist da nicht wirklich ergiebig und im Forum hab ich auch nichts gefunden!


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BeitragVerfasst: 14.06.2017, 15:30 
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Hallo Markus,bezgl.R637, der ist mit R611 verbunden.Die Verbindung ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet,deshalb die zwei Pfeile.Wie Udo schrieb erstmal checken ob am Lautsprecherausgang keine Gleichspannung anliegt,nicht dass es noch weitere Teile mit in den Tod reisst.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 08:54 
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Jungspund
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So, kleines Update, der Fehler im Endverstärker ist behoben! R621b war der Übeltäter, war er doch glatt defekt (Widerstand unendlich), auch wenn man ihm äußerlich überhaupt nchts ansah. Getauscht und es lässt sich wieder wunderbar der Ruhestrom einstellen! :-)

Bleibt aber immer noch PRoblem Nummer 1, das Übersprechen und die Grundlautstärke im Vorverstärker. Dass das Problem dort liegt, hab ich eindeutig feststellen können, hab einen anderen Verstärker an der Vorstufe des Braun angeschlossen und das PRoblem ist exakt dasselbe. Ich hab auch die Spannungsversorgung vom Phono-Vorverstärker getrennt, auch dann war das Problem immer noch exakt gleich. Am Lautstärkerausgang kommt übrigens keine Gleichspannung an, zumindest keine wirklich messbare.

Fragt sich nun, wo der Bypass des Signals herkommt. Daher eine Frage an die Schaltungsspezialisten: Das Signal, was vom Lautstärke-Poti an den OP4562 geht, muss das komplett 0 sein, wenn der Lautstärkeregler auf Null steht?
Kann ich die Klangsteller-Platine einfach überbrücken? Also dass ich quasi nach dem Lautstärke-Poti (LV11) direkt in den Main in vom Endverstärker gehe? Allerdings käme ich dann nur mit einem fünftel der Spannung in den Endverstärker und würd wahrscheinlich im unteren Lautstärkebereich nichts hören und damit auch nicht merken, ob das PRoblem besteht. Was könnte ich mit einem Oszi dort messen? Handy gibts ja durchaus brauchbare Sinus-Generatoren, mit denen könnte ich ja ein Signal einspeisen.


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 09:39 
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Hallo Markus,ich vermute mal,dass irgendwo im Bereich Lautstärkesteller die Masseverbindung unterbrochen ist.Miss doch mal im spannunglosen Zustand ob der Schleifer bis auf 0 Ohm kommt.Wenn das nicht der Fall wäre, würden sich die Effekte,wie du sie beschrieben hast, auch einstellen.
Gruss
Gerhard


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 09:49 
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Jungspund
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Hallo Gerhard,

ja, Schleifer kommt auf Null, in Poti-Stellung Lautstärke 0 sind es zw. LV23 (Schleifer) und LV21 0 Ohm, zw. LV23 und LV24 16KOhm, bei voller Lautstärke sind es zw LV23 und LV21 10KOhm und zw LV23 und LV24 0 Ohm. Detto für den anderen Kanal. Sieht korrekt für mich aus, oder?

Gruß,
Markus


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 10:00 
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Und noch etwas komisches: Im Stromlaufplan ist am OP 903a auf der Filter-Platine Eingang 5 mit ausgang 7 verbunden. Auf der Platine selbst ist es aber definitiv Eingang 6, der mit Ausgang 7 verbunden ist. Ein Druckfehler?


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 10:46 
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Dass der Schleifer des Potis auf Null kommt, ist ja in Ordnung. Aber kommt der Scheifer auch auf Masse?
Das ist hier die entscheidende Frage. Wenn das so wäre, dürfte kein Signal mehr in die Vorstufen- und Filterplatine gelangen.
Die Signale würden quasi kurzgeschlossen. Bitte kontrolliere das mal.

Udo


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 11:19 
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ütronics hat geschrieben:
Dass der Schleifer des Potis auf Null kommt, ist ja in Ordnung. Aber kommt der Scheifer auch auf Masse?
Das ist hier die entscheidende Frage. Wenn das so wäre, dürfte kein Signal mehr in die Vorstufen- und Filterplatine gelangen.
Die Signale würden quasi kurzgeschlossen. Bitte kontrolliere das mal.

Udo


Hallo Udo,

ja, kommt er, in 0-Stellung sind es zur Masse (also z.B. Masse an den Cinch-Buchsen) 0 Ohm, bei vollem Anschlag 10kOhm. Heißt also quasi, dass am LS Poti ein Signal vorbeiläuft, nur wie soll das gehen? Über irgendeine Masse-Schleife evtl.?


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 12:35 
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Hallo Markus,

laut Schaltplan besteht die einzige Möglichkeit für einen Bypass durch die gehörrichtige Lautstärkeregelung mit C 901 und R 901, jeweils a und b.
Die kannst du ja mal durch messen. Außerdem werden diese Bauteile durch den Schalter "linear" abgeschaltet. Unwahrscheinlich, dass hier ein Defekt vorliegt, denn es sind ja offenbar beide Kanäle betroffen.
Um den Fehler einzukreisen würde ich tatsächlich mal die Vor- bzw. Filterstufe komplett überbrücken. Das machst du am einfachsten in dem du das Kabel von der Laustärkeplatine zur Filterplatine auftrennst (LV 10 und LV 11) und dann eine Verbindung direkt zur Cinchbuchse "Main in" herstellst. Die Spannung, die von dem Ausgang der Impedanzwandlerstufen und dem Eingangswahlschalter kommt müsste ausreichen, um die Endstufe voll auszusteuern.

Aber wie immer, alle Angaben ohne Gewähr.
Gruß Udo


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BeitragVerfasst: 15.06.2017, 12:46 
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Hallo Markus, hallo Udo,
hatte gerade überlegt, dass der Masse-Anschluß am Poti vielleicht nicht mehr richtig auf Masse liegt. Ob es da ein Problem gibt könnte man leicht dadurch prüfen, das man den Masse-Anschluß mit einer separaten Leitung zu Signal-Masse verbindet.

Herzliche Grüße
Gerhard

Sehe gerade, Du hat ja schon 0 Ohm zu Signal-Masse gemessen.


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