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BeitragVerfasst: 18.01.2017, 15:36 
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Jungspund
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Ich benutze seit fast 40 Jahren einen Braun Micron Rasierer - häufig repariert, an den neuralgischen Stellen (Schalter, Verschraubung), und natürlich dann und wann Scherkopf und -folie ausgetauscht. Ich habe einige Alternativen ausprobiert, bin aber immer wieder zum Micron zurückgekehrt.
Nun aber ist der Langhaarschneider endgültig zum Nichtmehrschneider mutiert und ich finde hierfür keinen Ersatz. Allerdings sollte es doch möglich sein, dessen "Klingen" zu schärfen. Hat das schon jemand gemacht und kann mir dazu eine kurze Anleitung geben?


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BeitragVerfasst: 19.01.2017, 14:52 
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Ist eigentlich selbstschärfend; aber bis Du sicher, daß sich die unteren Zähnchen noch bewegen?


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BeitragVerfasst: 20.01.2017, 10:14 
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Jungspund
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Ja, die Mechanik funktioniert noch und ein kleines bischen schneidet der Langhaarschneider auch noch. Also z.B. einzelne Haare, aber das Zurechtstutzen etwa des Haarsansatzes am Ohr (Koteletten), was früher sehr gut und problemslos mölic war (einer der Hautpanwendungsgebiete des Langhaarschneiders) dauert mittlerweile nicht nur Ewigkeiten sondern führt auch zu einem verkrotzten Ergebnis. Beim testweisen Versuch des Kürzen einer Haarsträhne zeigt sich deutlich, daß die Mechanik geht, aber die "Schneiden" nicht mehr schneiden.
Von selbstschärfenden "Schneiden" habe ich noch nie gehört, würde mich auch sehr wundern, daß Braun vor 30, 40 Jahre so etwas eingebaut hätte. Im Gegenteil ist für mich sehr naheliegend, daß nach 30-, 40-jährigen Gebrauch die Schneiden stumpf wären - auch der Messerblock des eigentlichen Rasierers muß ja alle paar Jahr erneuert werden.
Leider habe ich noch keinen Weg gefunden, den Langhaarschneider auseinanderzunehmen, Klar, man bekommt ihn als ganzes leicht aus dem Gehäuse, aber dann hört es auch auf. Und Ersatz zum Komplettaustausch gibt es ja nicht.
Aber es kann doch nicht sein, daß man das Teil nicht irgendwie schärfen kann.


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BeitragVerfasst: 20.01.2017, 15:41 
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Jungspund
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Habe jetzt herausgefunden, wie der Langhaarschneider demontiert werden kann:
Aus dem Gehäuse nehmen und das obere "Scherblatt" mit zunächst einem schmalen Schraubendreher abwechselnd links und rechts gegen die Plastikfassung rausdengeln - es ist nur in die Plastikfassung eingeschoben, sitzt aber bestimmungsgemäß schon stramm. Das untere "Scherblatt" lagert auf einer Art Wippe, eine schmalen Plastikstreifen, der wiederum auf zwei kleinen Federn aufsitzt, und wird so gegen das obere "Scherblatt" gedrückt - also Vorsicht beim Entnehmen der beiden "Scherblätter". Nach dem Säubern habe ich beide "Scherblätter" an der innen bzw. außen, also unten bzw. oben, über einen planen Wetzstein aus der Küche abgezogen, bis sie blank waren. Mag amateurhaft sein, aber danach und nach dem Wiedereinbau hat der Langhaarschneider im wesentlichen wieder seine Funktion erfüllt. Vermutlich nicht so gut wie neu aber auf jeden Fall besser als vorher.
Schade, daß es diesen beiden Teile nicht als Ersatzteil gibt.
Vielleicht kann der eine oder andere mit Kenntnissen im Messer- und Scherenschleifen/-schärfen eine nachvollziehbare Anleitung zum besseren "Schärfen" geben.


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BeitragVerfasst: 21.01.2017, 09:10 
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Jungspund
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Grad noch: Bei Haareschneidern sollen die Schneiden/Messer regelmäßig mit dünnflüssigem Öl geölt werden. Gilt das auch für den nach dem geichen Pinzip funktionierenden Langhaarschneider des Micron? Oder ist dies aufgrund der federnden Lagerung des unteren Messers nicht erforderlich?


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BeitragVerfasst: 21.01.2017, 13:46 
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Verdienstvoll, kann ich aber trotzdem nicht empfehlen! Spätestens beim zweiten Zerlegen brechen die filigranen Rast- und Führungsnasen aus Kunststoff.
Normalerweise funktioniert der Langhaarschneider deswegen nicht mehr richtig, weil er durch profanen Schmutz so verklebt ist, daß der Hub eingeschränkt ist. Deswegen, etwas Alkohol einträufeln, mechanisch Hin- und Herbewegen bis er wieder voll gängig ist und dann etwas nicht verharzendes Nähmaschinenöl.


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BeitragVerfasst: 24.01.2017, 15:01 
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helmut-online hat geschrieben:
Verdienstvoll, kann ich aber trotzdem nicht empfehlen! Spätestens beim zweiten Zerlegen brechen die filigranen Rast- und Führungsnasen aus Kunststoff.


Welche Rast- und Führungsnasen? Bei der Langhaarschneidermechnaik gibt es solche nicht.


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BeitragVerfasst: 24.01.2017, 16:39 
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bei meinem bartschneider hat reinigen, teilweise im laufenden betrieb, mit bremsenreiniger :!: die besten ergebnisse gebracht.
reinigen mit pinsel und alkohol geht vermutlich auch.

grüsse, werner


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BeitragVerfasst: 25.01.2017, 14:04 
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werner hat geschrieben:
bei meinem bartschneider hat reinigen, teilweise im laufenden betrieb, mit bremsenreiniger :!: die besten ergebnisse gebracht.
reinigen mit pinsel und alkohol geht vermutlich auch.


Ich habe es nicht erwähnt, aber natürlich reinige ich die Schneiden und Scheren monatlich mit Alkohol (Bremsenreiniger ist nichts anderes).
Aber stumpf ist stumpf.
Und der Erfolg des "Nachschärfens" zeigt, daß es daran lag.
Was soll also das "Bei mir hat Reinigen geholfen"?


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BeitragVerfasst: 25.01.2017, 22:05 
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Moin Oldman,

Nach 40 Jahren "täglichen Gebrauchs" würde ich empfehlen, einen weniger enthusiastisch benutzten Micron zu erwerben und den Langhaarschneider sowie den Rest der Mechanik (falls erforderlich) zu tauschen. Demontage und Nachschärfen des Langhaarschneiders ist zumindest eine befristete Option .

Der Verschleiß des Micron (trotz Reinigung) dürfte allmählich kritisch werden.

Gruß, Jens.

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BeitragVerfasst: 25.01.2017, 22:48 
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@Oldman; der ausfahrbare Langhaarschneider wird durch Zauberkraft geführt und der in Bremsenreiniger hauptsächlich enthaltene Kohlenwasserstoff ist ein Alkohol.


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BeitragVerfasst: 30.01.2017, 02:24 
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1. Es gibt in der Langhaarschneidermechanik keine filigranen Zapfen etc. Anscheinend hast Du selbst das Teil nicht demontiert. Andernfalls: Post Fotos von dem angeblichen abbruchgefährdeten Filigranzeug.
2. Nichts anderes habe ich gesagt.
Und was das Ersetzen angeht: Der Micron ist schon so alt und wird schon so lange nicht gebaut: Wo sollen nicht abgenutzte Ersatzteile herkommen?


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BeitragVerfasst: 30.01.2017, 08:34 
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Moin Oldman,

Ersatzteile für den Micron sind grundsätzlich nicht mehr lieferbar. Wir reden höchstens von einem Austauschgerät (gebraucht) in besserem Zustand als das Deine.
Der Micron wurde über mehr als ein Jahrzehnt gebaut. Ich habe meinen letzten in den 90ern neu erworben. Such mal nach dem Micron plus (Baujahr 1981-85). Der wurde sogar 1994 noch einmal mit einer Auflage von 15.000 Stück als Edition aufgelegt.

Gruß, Jens

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