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BeitragVerfasst: 15.03.2016, 14:59 
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Seit mehreren Jahren gibt es eine unschöne Entwicklung, Musik wird immer lauter und lauter abgemischt.
Dabei verliert die Musik an Dynamik und wirkt aggressiver.

Siehe hierzu den Artikel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Loudness_war

Häufig wird als Grund angegeben, Musik soll auch auf kleinen Geräten nach etwas klingen.
Mir gefällt die Entwicklung nicht, gerade mit richtigen Hifi Anlagen wirkt neu aufgenommene Musik geradezu wie gepresst.
Es ist einfach anstrengend zu hören. Gestern hatte ich mir mal ein paar Rock und Metalscheiben aus den 90ern angehört,
der Unterschied zu aktuellen Cd war deutlich.
Ich regele mittlerweile sogar schon die Bässe und Höhen runter, weil mir sonst nach einiger Zeit die Ohren unangenehm weh tun.

Was sagt Ihr zu diesem Phänomen?


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BeitragVerfasst: 15.03.2016, 22:41 
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ich gehe davon aus, dass Du mit Scheiben Schallplatten meinst. Mach Dir doch mal das Vergnügen, und höre Dir CD-s im Vergleich an, z.B. eine Erstauflage aus den achtzigern im Vergleich zur aktuellen Remastered Version. Du wirst schnell feststellen, dass es nicht die CD ist, die für den miesen Klang verantwortlich ist, sondern das, was mit der Aufnahme beim Remastern im Studio passiert ist.

Die CD ist der Musikindustrie schon länger ein Dorn im Auge - verhältnismäßig teuer in Herstellung und Vertrieb, kaum teurer verkaufbar als ein Download, und sie enthält unkompromierte Digitalfiles, die nicht wirklich kopiergeschützt werden können, und die man anonym in alle Formate umwandeln kann - ein Albtraum für jeden Plattenhersteller. Und wie bekommt man die menschheit dahin, dass sie sich von der CD abwendet - indem man sie schlechter klingen lässt als den Download, und ihr ein "Nobelmedium" zur Seite stellt, das man richtig teuer verkaufen kann - und das ist die Schallplatte, heute üblicherweise mit einer Download Option versehen. Mit der Kombination Platte/Download verkauft man für teures Geld ein physisches Medium, das sich nur aufwändig digitalisieren lässt, kombiniert mit einer Download Option, für die sich der Nutzer persönlich registrieren muss, und sich damit kontrollierbar macht.

Der Loudness War wird mit ziemlicher Sicherheit heute dafür eingesetzt, die CD zu verunglimpfen. Eine ähnliche Nummer hat man mit der Schallplatte in den späten achtzigern durchgezogen, nachdem sich die CD nicht von alleine durchgesetzt hat.

Die digitale Aufnahmetechnik hat eine Besonderheit, die sich mit dem Loudness War besonders fatal auswirkt. Während bei analogen Aufzeichnungen kurze Peaks nicht auffallen, und das Übersteuerungsverhalten eher weich ist, führen Übersteuerungen bei digitalen Aufzeichnungen zum Wandlerüberlauf, was sich in einem Sprung vom positiven ins negative Maximum bzw. umgekehrt bemerkbar macht. Solche Sprünge führen schon bei einzelnen Peaks zu unangenehmen Verzerrungen. In der Anfangszeit der CD hat man auf -3dB ausgesteuert, um solche Effekte sicher zu vermeiden, heute wird da keine Rücksicht mehr genommen, was dann zu dem teilweise unerträglichen Sound führt. Gemeinerweise werden solche Aufnahmen noch einmal deutlich schlechter, wenn man sie in komprimerte Formate umwandelt, während nicht übersteuerte Digitalaufnahmen beim Rippen kaum einen Klangverlust erleiden. Natürlich nutzt man auch das für gezielte PR, die erreichen soll, dass die Platte als die am besten klingende Tonkonserve in den Köpfen verankert wird, der Download als brauchbares Alltagsmedium und die CD als überkommene Sache mit miesem Klang. Es erschreckt mich immer wieder, wenn ich sehe, wie gut die PR funktioniert. Ich habe mal ein Interview im Fernsehen gesehen, wo ein Reporter Passanten gefragt hat, was am besten klingt. Selbst die alte Oma hat spontan Schallplatte gesagt.

Gruß Frank

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"Man will halt immer das, was die anderen haben, bis dann alle das haben, was die anderen haben und dann wollen alle wieder das, was dann keiner mehr hat"


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BeitragVerfasst: 20.03.2016, 23:27 
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Neuling
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Ich muss ja sagen, dass ich nach wie vor gerne CD´s auflege und höre. Ich habe zwar auch welche Downloads aber bevorzuge immer noch CD´s.

LG


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BeitragVerfasst: 14.11.2016, 10:29 
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Seit ein paar Tagen besitze ich nun auch Apple Music. Das ist ein Streamingdienst, der auf die Titel von I Tunes zugreifen kann.
Ich habe dann mein Iphone 6s einfach mal per chinch angeschlossen und ein bisschen gehört.
Der Klang gefiel mir allerdings ganz und gar nicht, nach ein bisschen Recherche habe ich dann festgestellt, dass beim Iphone immer automatisch
loudness angestellt wird. Nachdem ich das ausgestellt hatte, war der Klang zwar nicht mehr aufgeblasen, aber leblos und undynamisch.

Nun frage ich mich, klingt Streaming wirklich so lasch oder liegt das am Ausgangsgerät?
Auf CD wirkten alle Aufnahmen so viel frischer, lebendiger und mitreißender im Vergleich.

Ich werde mir auch weiterhin CDs kaufen ;)


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BeitragVerfasst: 14.11.2016, 14:10 
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beim Streaming ist es wie bei allem, es hängt davon ab.

Auch wenn es darüber keine Informationen gibt, denke ich, dass die Anbieter die Qualität von Streaming Abos sicher niedriger ansetzen, als wenn man die Musik für viel Geld kauft. Und dann ist ein Smartphone nicht unbedingt ein audiophiler Zuspieler.

Du kannst Dir doch mal den Spaß machen, und eine Deiner eigenen CD-s mit ITunes in hoher Qualität rippen. Wenn Du das Ganze dann mit einem Audioplayer abspielst, der einen hochwertigen Wandler und Audioausgang hat, dann dürftest Du kaum einen Unterschied zur CD mehr hören.

Ich benutze seit längerer Zeit die Squeezeboxen von Logitech, mit denen ich Internetradio und eigene Musikfiles streame. Das Abo von Amazon Music kann man aufgrund der Beschränkungen nur mit dem Smartphone bzw. dem PC streamen, fürs Auto und fürs Büro reicht es, für HiFi eher nicht. Das, was dagegen aus den Squeezeboxen rauskommt ( selbst gerippte CD-s und gekaufte Downloads ) ist mit den anderen Medien ebenbürtig.

Ich betrachte das Amazon Abo wie einen Besuch im Plattenladen. Man kann eine Menge Musik in Ruhe kennenlernen, und wenn man was besonders gut findet, kauft man es. Mittlerweile haben die neuen Vinyls alle eine Download-Option, seitdem kaufe auch ich wieder Schallplatten.

Gruß Frank

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