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BeitragVerfasst: 22.11.2016, 09:35 
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Hallo Leute,

wie denkt ihr über die Einführung von DVBT 2?

Ich benutze seit Jahren DVBT. Das ist eine einfache Technologie die weitgehend unproblematisch funktioniert.
Mittlerweile habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Einzug von DVBT 2 nur deswegen vorangetrieben wird um
das Bezahlfernsehen auch in diesem Bereich zu installieren.

Geht ihr diesen Schritt mit?

Ich bin gespannt über eure Ansichten und Meinungen.

Beste Grüße

Christian


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BeitragVerfasst: 22.11.2016, 11:25 
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für mich gibt es eigentlich nur eine Art, mit diesem Schwachsinn umzugehen - es sein lassen, und sich was anderes überlegen. Besonders frech finde ich die Nummer mit den CI+ Modulen, auf die Freenet z.Zt. ein Monopol hat, und die Gebühren für das private Werbefernsehen. Aber so lange die Mehrzahl der Leute sich jeden Mist bieten lässt, kann man es den Anbietern kaum verübeln, dass sie daraus Kapital schlagen.

Bei mir läuft das Berieselungsfernsehen über SAT, und ich experimentiere seit einiger Zeit verstärkt mit IP-TV rum, hier steht mir zur Zeit unsere geringe DSL-Bandbreite auf dem Land noch etwas im Weg. Übers Internet kann man viele On Demand Angebote nutzen. Alleine das Angebot von Amazon Prime Video, das in der Jahresgebühr von demnächst 69,99 Euro enthalten ist, ist so vielseitig, dass ich es nicht nachvollziehen kann, wieso sich noch irgendwer RTL oder SAT1 reinzieht, die bei DVB-T2 auch über 60 Euro Jahresgebühr haben wollen.

Was die ganzen "Grundversorger" nicht kapieren, ist, dass es heutzutage keinen Sinn mehr macht, einen starren Standard für viele Jahre zu etablieren, wo der Zirkus jedes Mal neu losgeht, wenn der technische Fortschritt zugeschlagen hat. Seit knapp zehn Jahren ist HD und 16:9 der Fernsehstandard, und erst jetzt kommt das DVB-T-Lager hinterher, wo in der realen Welt schon UHD auf dem Weg ist. Noch krasser ist es meiner Meinung nach beim Radio mit DAB+ - das einfache DAB war technisch schneller überholt, als es die Bürokraten umsetzen konnten, und DAB+ braucht wieder so lange, dass das Webradio bis dahin das Rennen gemacht haben wird. Trotzdem beissen sich die "Grundversorger" an DAB+ fest und verschwenden Million um Million für eine Doppelversorgung, die keiner haben will, statt UKW einfach so lange in Betrieb zu halten, bis der mobile Internetausbau leistungsfähig genug ist.

Gruß Frank

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"Man will halt immer das, was die anderen haben, bis dann alle das haben, was die anderen haben und dann wollen alle wieder das, was dann keiner mehr hat"


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BeitragVerfasst: 21.02.2017, 21:33 
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Beiträge: 30
Das Thema ist hier im Forum zwar schon ein paar Monate alt, aber da demnächst die "heiße Phase" des Pflichtumstiegs ansteht, gebe ich auch nochmal meinen Senf dazu.

Ich habe seit Einführung des alten DVB-T ausschließlich diesen Empfangsweg genutzt: Die Antenne ist seit eh und je unterm Dach vorhanden, und die Programmauswahl hat mir genügt. Eine Satellitenschüssel wollte ich - hauptsächlich aus kosmetischen Gründen - nicht installieren; für Kabelübertragung nochmal extra zu bezahlen, fand ich völlig unnötig. So weit, so gut. Als ich allerdings irgendwann von einem kleinen Röhrenfernseher auf einen (mit 27" immer noch recht kleinen) Flachbildschirm umgestiegen bin, wurde deutlich, dass die alte DVB-T Bildqualität dann doch höchst mäßig ist. Die mäßige Auflösung und die Blockartefakte bei stark bewegten Bildern fand ich zunehmend störend.

Daher habe ich gleich mit Beginn der DVB-T2 Pilotphase, also vor ca. einem Jahr, einen neuen Fernseher angeschafft, der auch den neuen Standard unterstützt. Die Bildqualität ist absolut überzeugend! Scharfe Bilder, und keinerlei Pixel- und Blockartefakte, auch wenn sich im Bild viel bewegt. Nach meinem Verständnis wird die Auflösung sogar mit der Zeit noch besser werden, da derzeit zwar bereits in Full HD ausgestrahlt wird, jedoch häufig in 720p prodziertes Material senderseitig hochskaliert wird. Unkompliziert und problemlos ist der Betrieb bei mir auch das ganze Jahr über gewesen.

Mir ist bewusst, dass mit Umstellung auf durchgehende T2-Übertragung die Privatsender demnächst nur noch kostenpflichtig (via CI-Modul) empfangen werden können. Mein neuer Fernseher hat einen CI-Schacht, aber der ist und bleibt leer. Dass ich künftig gar nicht mehr in Versuchung komme, mir den ganzen Quatsch der Privaten anzusehen, halte ich für eines der besten DVB-T2 Features! ;-)

Wer mit der Programmauswahl zufrieden ist, macht mit dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 nichts falsch, denke ich. Falls mir mit den öffentlich-rechtlichen Sendern mal langweilig werden sollte, würde ich auch eher zu einem zusätzlichen Streaming-Dienst neigen, als auf Satelliten- oder Kabelempfang umzusteigen. (Oder, Gott bewahre, RTL und SAT1 für ihren Quark und die Werbung auch noch zu bezahlen...)


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BeitragVerfasst: 22.02.2017, 20:36 
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Servus zusammen,

ich nutze DVB-T, um ORF und ein paar andere Ösi-Sender zu empfangen. Mir persönlich reicht die Bildqualität vollkommen. Mir reichte es eigentlich auch, wie weiß "Persil" bereits vor 35 Jahren gewaschen hat. Fortschritt hin oder her, für mich ist das alles nur Geldmacherei, weil sich genug Leute wieder ein neues Kästchen kaufen werden. Richtig Umsatz wird die Branche jedoch machen, wenn UKW abgeschaltet wird.

Gruß
Thomas

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Der Koch zum Fotograf: Sie machen wunderschöne Bilder, ihre Kamera muß sehr teuer gewesen sein!
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BeitragVerfasst: 12.04.2017, 15:11 
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was ich an der Umstellung so extrem ärgerlich finde - die normale Hauptglotze wird wahrscheinlich sowieso von kaum jemandem mit DVB-T benutzt. Wo DVB-T aber eine richtig gute Option war, waren die ganzen Zweit- und portablen Geräte, und bei denen ist in der Regel nichts mit "einfach eine neue Box dazustellen".

Die TV-Empfänger in Autos sind alle wertlos, die ganzen portablen DVD-Player mit TV-Tuner taugen nur noch zum DVD-gucken, und die ganzen Kleinstfernseher für unterwegs sind alle Sondermüll. Darüber redet aber kennzeichnenderweise niemand, nicht mal die Kritiker des neuen Systems.

Solche Zwangsabschaffungen vor Ende der Lebensdauer erleben wir seit etwa zehn Jahren überall. Was mich erstaunt, ist, dass selbst bei sauteuren Anschaffungen wie Autos solche Zwangsstillegungen kaum Auswirkungen auf das Konsumverhalten haben. Ich kann nach der DVB-T2-Umstellung drei Kompaktgeräte nicht bzw. nur noch teilweise nutzen - bei mir führt das dazu, dass ich mir sicher keine Portables mit DVB-T2 oder irgendeiner anderen exklusiven Technologie mehr kaufen werde. Ebenso kaufe ich seit der Einführung der ersten Unfugzone 2006 nur noch billige Karren, bei denen der Verlust nicht so hoch ist, wenn irgendwann die nächste Öko-Sau durchs Dorf getrieben wird.

Was mich auch noch interessieren würde - der ganze HD+ Mist bei DVB-T2 ist ja deshalb so teuer, weil der ganze Handel über den Quasi Monopolisten Freenet geht. Was macht hier eigentlich das Kartellamt, und wen hat wohl Freenet geschmiert, dass sowas in einem Land möglich ist, wo die Behörden schon aktiv werden, wenn mal zwei Bäcker aus Versehen den selben Preis fürs Brötchen aufrufen ?

Gruß Frank

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BeitragVerfasst: 12.04.2017, 17:00 
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Registriert: 16.09.2010, 13:50
Beiträge: 1591
Wohnort: Leverkusen
Und der Gipfel des Schwachsinns ist, dass man mit den neuen Karten bei Aufzeichnungen nicht mehr im Schnelldurchlauf die Werbung überspringen kann; ich zeichne schon mal interessante Filme auf die Festplatte auf und bin dann in ganz wenigen Sekunden durch die Werbung; deswegen kommt mir diese Neuerung nicht ins Haus. Die Bildqualität über Satellit ist für mich auf einem 52zöller völlig ausreichend!
Gruß Andreas

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Viel Freude beim Hören !


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